Erste Wintergäste auf dem Goossee: Singschwäne sind da

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16. November 2013, 00:33 Uhr

Bekommen wir in diesem Jahr einen frühen Wintereinbruch? Wenn es nach den Singschwänen geht schon. Denn die halten sich bereits seit Ende Oktober rund um den Goossee auf – ein untrügerisches Zeichen dafür, dass die kalte Jahreszeit angebrochen ist. Ungewöhnlich ist der Besuch dieser Tiere nicht. Als Wintergäste in Schleswig-Holstein vergesellschaften sie sich gerne mit den kleineren Zwergschwänen und den ebenfalls überwinternden Wildgänsen. Alle drei Arten sind etwa von Oktober bis März zu beobachten. Bevor die Tiere bei uns eintreffen, haben sie bereits einen Flug von mindestens 1500 Kilometern hinter sich. Ihre Brutgebiete liegen in Island, Nordostskandinavien und Russland.

Neben dem Singschwan sind in der Goosseeniederung auch Grau-, Bläss-, Nonnen- oder die mitlerweile heimisch gewordenen Kanadagänse zu beobachten. In kleinen Gruppen ist außerdem der Höckerschwan zu sehen. Wegen ihrer lauten Rufe werden die Singschwäne oft mit dem Kranich verwechselt. Ein ausgewachsenes Tier kann bis zu elf Kilogramm schwer werden und eine Flügelspannweite von bis zu 2,35 Meter entwickeln. Im Gegensatz zum Höckerschwan ist ihr Schnabel gelb und hat keinen schwarzen Höcker. Spaziergänger sollten sich den Tieren besser nicht zu sehr nähern – weil sie eine deutlich höhere Fluchtdistanz haben und sie das Auffliegen jedes Mal viel Kraft kostet. Singschwäne gelten zudem als besonders angriffslustig.

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