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Fussball-Kreisliga : Erste Tendenzen werden deutlich

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde zieht die EZ vor dem 4. Spieltag eine erste Bilanz. Während die Aufsteiger aus Fleckeby und Barkelsby positiv überraschen, konnte der Wittenseer SV keine Aufstiegseuphorie in die neue Saison retten.

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erstellt am 22.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Eckernförde | Nach drei absolvierten Spielen der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde werden erste Tendenzen sichtbar. So haben zwei der drei Aufsteiger einen tollen Start hingelegt, dafür stehen vermeintliche Topteams wie Vineta Audorf in ganz anderen Tabellenregionen, als sie es sich selber zum Ziel gesetzt haben. Immer im Fokus: Der 1. FC Schinkel, der zwar noch nicht an der Tabellenspitze steht, diesen Platz aber nach diesem Spieltag einnehmen könnte.

 

Die Überraschungen

An dieser Stelle muss einfach die SG BSV/EMTV genannt werden. Zwar war Spielertrainer Stefan Truelsen durchaus mit einem gesunden Selbstbewusstsein in die Saison gegangen und glaubte an die Kreisligatauglichkeit seines Kaders, mit sieben Punkten aus drei Spielen hatte aber auch er nicht gerechnet. Natürlich gab das 2:2 gleich im ersten Spiel gegen den großen Ligafavoriten aus Schinkel noch einmal zusätzliche Motivation. Die SG hatte sich mit viel Herz, aber auch gutem Fußball nach einem 0:2 in der Schlussphase zurückgekämpft. Truelsen: „Das hat uns gezeigt, dass wir zurecht in dieser Liga spielen. Wir wollen noch für die ein oder andere positive Überraschung sorgen.“

Auch der SV Fleckeby zeigt sich mit zwei Siegen bei nur einer Niederlage bisher gut in Schuss. Dabei verlief die Vorbereitung gar nicht so ideal, weil Trainer Francois Cassini fast nie alle Spieler beim Training hatte. Mit drei Toren konnte sich Mark Lüdecke bisher eindrucksvoll an die interne Fleckebyer Torjägerliste setzen. Blenden lassen sollte sich der SVF aber nicht, denn die bisherigen Gegner – Osdorf, SG BSV/EMTV und die SG Felde/Stampe – gehören sicher nicht zu den Topteams der Liga. „Wir sind sehr, sehr zufrieden mit unserem Start und fahren jetzt auch mit einer breiten Brust zum VfR Eckernförde“, sagt Cassini, der wieder mit drei Punkten liebäugelt.

 

Die Sorgenkinder

Karbys Fußball-Obmann Roger Behrens war vor der Saison noch zuversichtlich, dass sein TSV Karby früher als in der vergangenen Spielzeit den Klassenerhalt sichern kann. Nach den bisher absolvierten 270 Minuten steht Karby mit 1:10 Toren punktlos auf dem vorletzten Tabellenplatz. Trotzdem bleibt Behrens ganz ruhig: „Bei uns bricht keine Panik aus.“ Der schlechte Start war wegen dem schweren Auftaktprogramm sogar einkalkuliert worden. Behrens: „Jetzt haben wir das Derby gegen Waabs und danach müssen wir nach Büdelsdorf. Es ist also durchaus vorstellbar, dass wir auch nach fünf Spielen noch ohne Punkt sind.“ Doch auch dann wird der TSV Karby seinen Weg mit den vielen Spielern aus der eigenen Jugend weitergehen. „Dass Fehlen von Dirk Wienholz oder Alexander Luft können wir nicht ersetzen. Aber wir werden nicht jammern und ich bleibe weiterhin positiv, dass wir unsere Punkte gegen die Teams auf Augenhöhe noch holen werden.“

Noch größer sind die Sorgen bei Liga-Neuling Wittenseer SV. Nicht ein Funken Aufstiegseuphorie konnte der WSV in die neue Spielklasse mitnehmen. Das vorläufige Resultat ist der letzte Tabellenplatz mit bereits 15 Gegentreffern. Mehr hat kein weiteres Team kassiert. „Unsere Personaldecke ist einfach viel zu dünn“, sagt Trainer Peter Thede. Darum geht es für ihn am Sonntag gegen den Büdelsdorfer TSV auch „nur um Schadensbegrenzung“. Am nächsten Freitag beginnt für die Wittenseer die Saison quasi noch einmal aufs Neue, wenn es gegen den Osdorfer SV geht. „Dort rechnen wir uns schon etwas aus“, so Thede.

Auch beim TSV Vineta Audorf dominiert bisher der Misserfolg. Eigentlich hatte Trainer Norman Bock sein Team zum Kreis der Spitzenteams gezählt und das auch offensiv erklärt. Umso enttäuschter war ob der Leistungen der beiden ersten Spiele. „Da war richtig schlecht von uns“, poltert er. In Bargstedt war zuletzt trotz der neuerlichen Niederlage ein Aufwärtstrend erkennbar. „Wir bleiben ganz ruhig und werden uns auf jeden Fall steigern.“ Für das Ziel, erster Schinkel-Verfolger zu werden, müssen aber schleunigst Punkte her.

 

Die Gejagten

Der 1. FC Schinkel startet mit dem 2:2 bei Aufsteiger Barkelsby alles andere als optimal in die Saison, zumal sich mehrere Spieler Disziplinlosigkeiten leisteten. Zwar stand der FC durch diesen frühen Ausrutscher noch gar nicht auf Platz eins, dennoch werden Trainer Lars Dubau und sein Team damit leben müssen, das alle Gegner gegen sie besonders motiviert sind. Sie werden sozusagen seit dem Saisonstart vom Rest der Liga gejagt. Nach dem rumpeligen Beginn folgte eine deutliche Ansprache der Verantwortlichen ans Team. Dubau erklärt: „Wir haben klar gemacht, dass wir nur noch Spieler gebrauchen können, die der Mannschaft helfen.“ Individualisten werden weniger Einsatzzeiten haben und müssten sich im schlimmsten Fall nach einem neuen Verein umsehen. Auf jeden Fall zeigten die deutlichen Worte Wirkung: Am zweiten und dritten Spieltag erzielte der FC Schinkel insgesamt elf Tore und siegte sich damit auf Platz drei vor.

 

Der 4. Spieltag

Der kommende Spieltag hat eine Reihe interessanter Begegnungen zu bieten. In Schinkel kann der FC mit einem Sieg über den bisherigen Tabellenführer TuS Bargstedt die Spitze erklimmen und sich zudem für das Pokalaus (1:2) rächen. Bargstedt wird sich etwas einfallen lassen müssen, um Schinkels Neuzugang Didier Webessie in den Griff zu bekommen.


Um ganz viel Prestige geht es am Sonnabend in Karby, wenn der heimische TSV den Nachbarn aus Waabs empfängt. „Da kommen 200 Zuschauer. Das sollen unsere jungen Spieler einfach genießen“, sagt Karbys Obmann Roger Behrens, der einen Sieg als große Chance sieht: „Dann würde sicher ein Ruck durch die Mannschaft gehen.“

Ein schweres Heimspiel hat der Osterbyer SV vor sich. Das Team von Nico Stocks hat Personalprobleme und mit Jevenstedt kommt auch eine Mannschaft, die bewiesen hat, dass sie die Abgänge von Mirko Mrosek und Sebastian Hehnke gut weggesteckt hat. Den OSV plagen zudem auch noch ärgerliche Sperren.

 

 

 

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