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Drei Jahre im AMt : Erste Halbzeit ist „ziemlich gut gelaufen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bürgermeister Carlo Ehrich zieht Zwischenbilanz / 2014 bleibt es spannend

von
erstellt am 03.Jan.2014 | 06:46 Uhr

Halbzeit für Bürgermeister Carlo Ehrich: Drei Jahre ist er jetzt im Amt. Auch wenn die letzte Sitzung der Gemeindevertreter vor Weihnachten alles andere als harmonisch war, blickt er positiv auf die zurückliegenden Monate und ebenso gut gestimmt nach vorn.

Dass sein Umzug vom Zimmer des Büroleiters in das Amtszimmer des Verwaltungschefs schon drei Jahre zurückliegt, müsse er sich deutlich bewusst machen, räumt Ehrich ein. „Gefühlt ist es eine deutlich kürzere Zeitspanne.“ Mit ausschlaggenbend dafür mag der gute Start sein, den der 48-Jährige auf der neuen Position hatte. „Ich bin froh, dass ich den Vorlauf als Büroleiter hatte, so waren mir die handelnden Personen bekannt“, erklärt der Bürgermeister und zeigt sich dankbar über das gute Verhältnis zu den Gemeindevertretern wie auch den Kollegen der Verwaltung, die jung und schlagkräftig sei. Ehrich: „Die drei Jahre sind ziemlich gut gelaufen.“ Nach 18 Jahren mit Horst Striebich an der Spitze des Rathauses und hervorragenden Erfahrungen mit ihm habe die Politik nach dem Wechsel nicht gewusst, was komme. Doch schon jetzt sei die Zusammenarbeit ähnlich vertrauensvoll wie mit seinem Vorgänger, stellt Ehrich fest. Obwohl sowohl die Bürgermeister- als auch die Kommunalwahl zugunsten der SPD und damit für einige in der Gemeinde sehr überraschend ausfiel, habe die Politik beide Male schnell zu einer sachorientierten und vertrauensvollen Ebene zurückgefunden. Die Vereinbarung zwischen SPD und CDU, die nach der Kommunalwahl gleich viele Sitze in der Ratsversammlung haben, sich das Amt des Bürgervorstehers zu teilen hebt Ehrich hervor und erklärt sich stolz, dass Harry Maatz (CDU) weiterhin den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters übernimmt.

An der jüngsten Gemeindevertretersitzung allerdings hat er noch zu knabbern: Im Ziel, keine neuen Schulden zu machen und den Haushalt weiter zu konsolidieren, ist er sich zwar einig mit den Fraktionen, aber den Vorstoß der AWG, den Ausbau des Stralsunder Wegs zu verschieben, nachdem im August der Beschluss für einen Planungsauftrag gefasst worden war, zu verstehen, bereitet ihm Probleme. „Warum wir jetzt erst an anderen Stellen die Kanäle untersuchen sollen, wo es für den Stralsunder Weg Ergebnisse gibt, erschließt sich mir nicht“, sagt Ehrich.

Als Großvorhaben steht zunächst die Sanierung der Sanitärräume in den Turnhallen der Claus-Rixen-Schule an. Investitionsvolumen: 500 000 Euro. Zudem läuft die Ausschreibung für ein neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr Knoop. Kosten: 120 000 Euro. Mit der Auftragsvergabe rechnet Ehrich Anfang April. „Ich hoffe, dass wir es Ende des Jahres auf den Hof stellen können“, so der Bürgermeister. Weiter stehen die Entwicklung der Stifter Ladenzeile und des Zweckverbands Bauhof, die Umwandlung der Regionalschule zur Gemeinschaftsschule zum nächsten Schuljahr sowie die Kanalsanierung im Grasweg, Kubitzberger Weg und Wiesengrund, die nach Rückstau bei Starkregen erforderlich scheint, auf der Agenda für 2014.

Für 2015 hofft Ehrich, mit der Sanierung des Stralsunder Wegs wieder ansetzen zu können sowie anschließend mit dem Kolberger Weg, um das Gebiet dann abzuschließen. Für das nächste und die weiteren Jahre hat er die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung Altenholz und der Amtsverwaltung Dänischenhagen im Blick, ebenso die Einrichtung einer Mensa für die Schulen in Stift. Diese Frage werde im Zusammenhang mit der Umwandlung der Regionalschule zur Ganztagsschule unweigerlich kommen, ist Ehrich überzeugt, möchte aber 2016 abwarten, wenn zwei Abiturjahrgänge (G8 und G9) das Gymnasium verlassen und sich die Raumsituation anders darstellen wird. „Es gibt noch vieles zu tun. Ich bin gespannt und freue mich auf die nächsten drei Jahre“, sagt der Bürgermeister.

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