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750-jährigen Bestehen der Kirche : Erste Bäume für den Lebensgarten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Feier zum 750-jährigen Bestehen der Kirche/ Ersten Bäume stehen im Lebensgarten/Kleiner Empfang mit prominentem Besuch

Malerisch liegt die alte Kirche direkt an den Ufern der Schlei. Vermerkt wurde sie das erste Mal vor 750 Jahren. Dies möchte der Kirchengemeinderat zusammen mit der politischen Gemeinde Thumby natürlich gebührend feiern. Deshalb luden sie am gestrigen Sonntag zu einem Festgottesdienst in die historische Kirche.

Die Organisation des Festes hatte der Kirchengemeinderat um Ankatrin Rogge übernommen. „Die Orgel, das Uhrwerk und das Kreuz könnten uns bestimmt vieles erzählen“, sagte Probst Sönke Funck bei seiner Rede. Die Predigt hielt der Schleswiger Bischof Gothard Magaard. „Diese alte Kirche ist ein Ort der Zwiesprache mit Gott“, erinnerte er die Gemeinde. Ihre unterschiedlichen Baustile seien ein „Zeugnis der Zeit“. Doch nicht nur die vergangenen 750 Jahre interessierten die Organisatoren. Zur Feier dieses denkwürdigen Tages eröffnete Pastorin Kirsten Erichsen den Lebensgarten. Bürgermeisterin Ulrike von Bargen und Bischof Magaard waren die ersten, die hier einen Baum pflanzen durften und entscheiden sich beide für ein kleines Apfelbäumchen. „Ich hab hier einen sogenannten Familienapfelbaum. An ihm wachsen vier verschiedene Apfelsorten“, sagte die Bürgermeisterin. Sie drückte ihre Freude darüber aus, „so eine schöne Kirche in der Gemeinde“ zu haben.

In Zukunft sollen in dem Garten Taufgesellschaften und Hochzeitspaare ihr eigenes kleines Bäumchen pflanzen dürfen. „Im Herbst kann man dann die Früchte mit Kindern pflücken“, erklärt Pastorin Erichsen. Sie verglich die Obstbäume des Lebensgartens mit dem Ablauf des Lebens. So wie an den Bäumen im Verlauf eines Jahres Leben entsteht, so sei auch das Leben an sich geschaffen. Von der Blüte zur Frucht. Der Garten wird der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. „Sollte jemand hier gerne einen Baum pflanzen wollen, kann man auch miteinander reden“, sagte die Pastorin.

Bisher habe man nur einen kleinen Teil der Fläche vom Gras befreit. Die Ecke habe bisher brach gelegen und diese Idee biete eine Möglichkeit diese nun zu beleben. Man kann den Garten sogar noch ausweiten, da noch nicht die komplette Fläche ausgenutzt wird.

Auch Bischof Magaard freute sich über diese Idee. Ihn erinnerte sie an einen Satz von Luther. „Selbst wenn morgen die Erde untergeht, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen“, sagte er. Für ihn war damit auch die Brücke zum Reformationsjubiläum geschlagen. „Wir feiern ja dieses Jahr nicht nur 750 Jahre Kirche in Sieseby, sondern auch 500 Jahre Reformation“.

Für die Besucher wurde vor der Kirche ein kleines Buffet aufgebaut und der Posaunenchor Karby spielte einige Stücke. Der Musik lauschten auch Prinz Christoph zu Schleswig-Holstein, seine Frau Elisabeth und seine Mutter Maria Alix. Die Feier zum 750-jährigen Bestehen wollte sich die Familie natürlich nicht entgehen lassen. Nach dem kleinen Konzert ergriff Probst Sönke Funck das Wort. „Diese Kirche gilt als kulturelles Erbe der Gemeinde“, erinnerte er die Gäste. Bei kalten Schnittchen wurden hier noch einige Gespräche geführt. Dabei wurde auch das weitere Programm thematisiert. Am Dienstag, 1. August, wird es ein Konzert des Schleswig-Holstein-Musikfestivals in der Kirche geben. Für das alte Gemäuer ist das in diesem Jahr dann der zweite Höhepunkt, den es zu feiern gilt. Der Einstieg in das 750. Jahr der Kirche wurde am Sonntag gemacht. Es werden noch viele weitere Programmpunkte folgen.

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