Vereinsleben : Erst schnuppern – dann Mitglied

Hauert Riser und Mia Reibe legen probeweise beim Schützenverein in Gettorf an. Sie machten beim Schnupperschießen des Vereins mit.
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Hauert Riser und Mia Reibe legen probeweise beim Schützenverein in Gettorf an. Sie machten beim Schnupperschießen des Vereins mit.

Schützenverein Gettorf gewinnt neue Mitglieder bei Schnupperschießangeboten .

shz.de von
11. Dezember 2017, 06:15 Uhr

Gettorf | Mia Reibe ist 15 Jahre jung und legte kürzlich erstmals an. Sie machte ihre ersten Schießversuche beim Schützenverein in Gettorf. Ob daraus einmal eine langjährige Mitgliedschaft im Verein wird, ist noch unklar. „Ich interessiere mich einfach dafür und wollte es einmal ausprobieren“, sagte die junge Frau aus Kiel.

Anders sieht es bei den beiden Herren aus, die mit Mia gemeinsam gleich zu Beginn des Schnupperschießens am Schießstand standen. Hauert Riser (38) aus Tüttendorf ist kein Anfänger. Für ihn war von Anfang an vorstellbar, Vereinsmitglied zu werden. Wolfgang Klein (76) aus Neudorf war früher bei der Marine, später bei der Polizei, bevor er vor 16 Jahren pensioniert wurde. Schießen hat damit immer zu seinem beruflichen Handwerk gehört. In der Freizeit ist er passionierter Sportschütze, schießt auch mit Großkaliber-Waffen. Er ist auf der Suche nach einem neuen Verein. Im Laufe des Abends kamen rund zehn Besucher vorbei, die in das Schießen hineinschnuppern wollten. Am Ende des Abends hatte der Verein drei neue Mitglieder.

Fünf Schützen waren bereits im Laufe des Jahres Mitglied geworden. Alle acht profitieren vom großen Jubiläumsrabatt. Der Gettorfer Schützenverein feierte in diesem Jahr sein 175. Bestehen. Wer bis zum Ende dieses Jahres eintritt, braucht ein Jahr lang keinen Mitgliedsbeitrag zu bezahlen. Manjinder Reehal (52) aus Blickstedt ist seit zwölf Jahren Mitglied im Verein und einer der erfahrenen Schützen, der sich um die Schnupperschützen kümmerte. Er selbst ist im Verein, weil er den Schießsport und die Geselligkeit im Verein gleichermaßen liebt.

Zum wöchentlichen Training am Dienstagabend ab 20 Uhr kommen meist um die 30 aktive Schützen zwischen Ende 20 bis Ende 70 Jahren, berichtete der zweite Vorsitzende Matthias Schöpe. Geschossen wird vorzugsweise mit Kleinkaliber, Sportpistole und Luftgewehr. Aber auch Großkaliber ist möglich. „Dafür sorgt die moderne Anlage, die einzige Großkaliber–Anlage in der gesamten Region“, so Matthias Schöpe. Aber auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. „Wer aus Altersgründen nicht mehr schießen kann, spielt Karten. Dann werden die alten Geschichten von früher erzählt“, aus einer Zeit, in der Schöpe noch nicht dabei war. „Ich bin erst im dritten Jahr im Verein und ich höre sehr gerne zu.“

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