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Grillmeisterschaft : Erst Regenwolken dann Grillrauch

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Acht Rotaract-Gruppen aus Deutschland und Dänemark beteiligen sich an der 5. Grillmeisterschaft auf dem Campingplatz Hemmelmark. Die Eckernförder GAstgeber und Organisatoren waren in mehreren Disziplinen erfolgreich.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 16:35 Uhr

In der Luft liegt der Geruch von frisch Gebratenem. Insgesamt acht Rotaract-Teams beteiligen sich an diesem Wochenende an der bereits fünften Grillmeisterschaft der Rotary-Jugend auf dem Campingplatz Hemmelmark.

„Sie sehen hier das Gewinnermenü des heutigen Abends!“ Für den Mexikaner in gestreiftem Cape in Deutschlandfarben und Sombrero war die Sache klar. Er preiste an, was da akkurat geordnet und auf die Minute vorbereitet auf das Grillrost wartete. „Wir fangen mal hinten an. Das hier sind mit Schokoraspel, Marzipan und Walnusshälften gefüllte Aprikosen. Als Beilage zum Hauptgericht gibt es halbe, gekochte Kartoffeln mit einem Innenleben aus Parmesan, Kartoffelmasse und Zwiebeln. Dazu ausgehöhlte rote Zwiebelhälften mit einer Mascarpone-, Zwiebel-, Kartoffel-, Salbei-, Knoblauchfarce mit getrockneten Tomaten.“ Als sei das nicht genug, offenbarte er dann die Hauptsache – das um Parmaschinken, Parmesan, Kartoffeln und Zwiebeln gewickelte Schweinefilet. Alexander Müller, der Mann hinter Cape und Sombrero, gehörte zum Rotaract-Team Hamburg-Alstertal, der sich mit acht weiteren Rotaract-Teams und einer Gruppe Rotarier maß.

Während die Vorbereitungen am Vortag in heftigem Sommerregen untergingen, brannte am Tag des Wettbewerbes die Sonne; die einzigen Wolken, die den Himmel verdunkelten, waren duftende Schwaden von Grill und Wok. Rotaract-Präsident Lennart Blümel lachte: „Ich traue keinem Wetterdienst mehr, ich lass es auf mich zukommen.“

Rund 190 Mitglieder seien wieder nach Hemmelmark angereist, um zu feiern, zusammen zu grillen und sich in Fünferteams nach speziellen Kriterien beim Grillen zu messen. Eine Jury bewertet nach Geschmack und Originalität des zubereiteten Gerichts in den Kategorien Schwein, Rind, Geflügel, Freestyle und Dessert. Darüber hinaus galt es für die Teams nach Rezept zu arbeiten und auch den Zeitplan einzuhalten.

Vom Stand des Hauptstadtclubs aus Berlin schallte Musik herüber, unter fließendem Wasser eines aus der Wiese ragenden Wasserhahns wurden Zucchini und Paprika gespült, etwas weiter formten Mitglieder des dänischen Teams Teig und backten dünne Tortillas aus.

„Thomas macht Würste!“ Diese Info von Frederik Rimpf kam zur richtigen Zeit. Am Pavillon der Eckernförder saß ein hochkonzentrierter Thomas Lärm, vor sich eine Maschine aus Edelstahl. Aus einer Tülle, über die er Naturdarm gezogen hatte, kam langsam Fleischbrät heraus, das ebenfalls selbst hergestellt worden war. „Mit der Kitchen Aid meiner Mudder“, erklärte Lärm, ohne den Blick von seiner Arbeit zu wenden. Assistiert von Martin Frank drehte der Informatiker Wurst für Wurst ab, bis er eine lange Kette vor sich liegen hatte, die zum Trocknen auf eine Leine gehängt wurde.

Ricah Kunde garte währenddessen dicke Kartoffel-Tortillas am Feuerkorb vor, die in Alufolie noch etwas durchziehen sollten, um dann, noch einmal frisch erhitzt, der kritischen Jury kredenzt wurden. Jürgen Kühl, Präsident des Rotary Club Eckernförde, war sehr zufrieden. Hinter dem Tresen ihres Westerngrillstandes wirbelten Charlotte und Rolf Trede, Frauke und Thomas Kann sowie Frank Tams – alle mit Cowboyhut gegen die sengende Sonne des Wilden Westen. Im Wok simmerten Möhren, Paprika und Zuckerschoten, halbe Maiskolben und marinierte Rinderfilet rundeten das Menü ab. „Man kann uns auch buchen“, warf Rolf Trede, von der Eckernförder Kochkunst überzeugt, ein, während die Jury näher rückte.

Zurück zum Pavillon der Hamburger vom Alstertal; Alexander Müller, mexikanisches PR-Genie des Tages, bestätigte: „Die Resonanz ist hervorragend. Die Leute laufen uns die Bude ein. Wir vertrauen auf den guten Geschmack der Jury.“ Die Kommentare der Umstehenden schienen das zu stützen. „Also Hamburg, wenn ihr das nicht gewinnt, dann weiß ich auch nicht“ Nomen est omen? Die Alstertaler Servietten zeigten einen blauen, aus einschlägigem sozialen Netzwerk bekannten „I like“-Daumen, der auch mit vollem Mund eine Beurteilung möglich machte.

Am Ende holten sich die Alstertaler in der Kategorie Schwein den dritten und bei „Dessert“ den zweiten Platz. Die Rotarier aus Eckernförde gewannen – wieder einmal – die Kategorie Rind und einen zweiten Preis bei „Freestyle“. Alle Sieger und Platzierten erhielten in Rahmen des Programmes „Plants fort the Planet“ eine ein Meter große Buche überreicht.

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