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Straßenbau : Erst Kahlschlag, dann neue Allee

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinde Barkelsby baut den Rögener Weg aus / Alleebäume stark beschädigt / Halteverbot vor dem Feuerwehrgerätehaus

Barkelsby | Der Rögener Weg soll ausgebaut werden. Dafür soll auch die Allee auf rund 350 Metern entfernt, und erneut mit Bäumen gepflanzt werden. Mit neun Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen sprach sich die Gemeindevertretung unter Vorsitz von Bürgermeister Fritz Wilhelm Blaas (FWB) damit Donnerstagabend für die sogenannte große Lösung aus. Das Vorhaben wurde bisher mit Gesamtkosten, einschließlich Entfernung und Neuanlage einer Allee, mit rund 220  000 Euro kalkuliert. Zugleich liegen positive Signale für eine Förderung des Vorhabens durch das Land, begleitet durch die Aktiv-Region Schlei-Ostsee, vor. Dadurch könnte der Gemeindeanteil, je nach Bezuschussungsfähigkeit der Allee-Kosten, auf 105  000 beziehungsweise 90  000 Euro sinken.

„Wir haben alle Bauchschmerzen,“ räumte Sönke Greve (FWB), Vorsitzender des Bauausschusses bereits in der Bürgerfragestunde zum Vorhaben Rögener Weg ein. Nachdem aber ein Baumgutachten bescheinige, dass acht der 30 Alleebäume sofort wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gefällt werden müssten und die Untere Naturschutzbehörde mündlich bereits der Beseitigung der Allee bei gleichzeitiger Neuanlage, etwas weiter entfernt vom Straßenkörper, zustimmen könne, sei die kleine Lösung – nur Abfräsen der Asphaltdecke und Ersatz abgängiger Bäume – keine Alternative, so Greve. Zudem betonte er, dass nach den zahlreichen innerörtlichen Straßen nun auch die außerörtlichen Straßen dringend saniert werden müssten.

In der Diskussion machten unter anderem Oliver Nießler und Birgit Macke-prang (SPD) deutlich, dass der Rögener Weg, auf Grund der Kosten für ein relativ kurzes Stück, schon sehr teuer sei und auch relativ wenig befahren werde. Dem hielten Blaas und Greve entgegen, dass der Weg eine Gemeindeverbindungsstraße sei, die sehr rege von Gammelbyern und Barkelsbyern, aber auch Touristen, genutzt werde. Dass der Ausbau an der Gemeindegrenze zu Gammelby ende, sei bedauerlich, aber Angelegenheit der Nachbargemeinde, so Bürgermeister Blaas. Zugleich hätte es bereits konstruktive Gespräche mit einem Anlieger gegeben, der nicht nur über die Straßenausbaubeitragskosten beteiligt wird, sondern seinerseits zusicherte, Begleitarbeiten und damit weitere Kosten, zu tragen. Der Zeitplan sieht vor, dass noch in diesem Jahr die Ausschreibung und Vergabe, sowie auch die Baufertigstellung möglichst bis November erfolgen soll.

>Zugleich stimmten die Gemeindevertreter einstimmig für die Widmung von drei Straßenstücken als öffentliche Wege. Somit sind nun der Böhnrüher Weg in der Ortslage sowie außerorts und auch der Rögener Weg Teil des gemeindlichen Straßen- und Wegenetzes.

> Einstimmig abgelehnt wurde die von Bürgern angeregte Aufstellung von zusätzlicher Straßenbeleuchtung im Rosserweg. Wie der Bauausschuss, sah auch die Gemeindevertretung keinen Bedarf , da bereits eine sichere Verbindung des Wohngebietes Selbarg zur Eckernförder Straße bestehe.

> Vor dem Feuerwehrgerätehaus soll ein Absolutes Halteverbot eingerichtet werden. Nachdem es dort zu chaotischen Zuständen bei einem Einsatzalarm durch geparkte Fahrzeuge kam, soll so die Einsatzfähigkeit der Wehr verbessert werden.

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erstellt am 18.Jun.2016 | 06:05 Uhr

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