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Green Screen : Erst einmal raus aus den Roten Zahlen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gutes Wirtschaften erlaubt dem Green-Screen-Förderverein eine finanzielle Verschnaufpause. Eine Förderung durch den Bund ist nicht vorgesehen.

Eckernförde | Ein neues Gefühl für die Mitglieder des Green-Screen-Fördervereins: Während der 300 Mitglieder zählende Verein in der Vergangenheit sein Haushaltsjahr stets mit einem Minus abschloss, kann er in diesem Jahr erstmals mit einem Plus aufwarten. „Wir haben so gut gewirtschaftet, dass wir sogar eine Rücklage von 50- bis 60  000 Euro bilden konnten“, sagte Kassenwart Dietmar Ulbrich bei der Mitgliederversammlung am Montagabend im Stadthotel. Allerdings lägen die Kosten im letzten Quartal dieses Jahres nach Abzug aller Einnahmen auch bei rund 30  000 Euro, die davon gedeckt werden sollen. Das Geld ist also schnell wieder aufgebraucht.

Um die Kosten ging es auch im weiteren Verlauf der Sitzung. „Wir waren bei den kulturpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen und haben nach möglichen Förderungen gefragt“, sagte Vereinsvorsitzende Ulrike Lafrenz. Ebenso hätten Kontakte zu den wirtschaftspolitischen Sprechern von SPD und Grünen stattgefunden. Auch habe der Verein Anträge auf Fördermittel des Bundes beim Bundesfinanzministerium, beim Bundesministerium für Naturschutz und beim Bundesumweltamt gestellt. „Überall erhielten wir die gleiche Antwort“, so Ulrike Lafrenz. „Zurzeit stehe kein Etat für eine Förderung zur Verfügung.“

An dieser Stelle hatte Festivalleiter Gerald Grote eine gute Nachricht: Nach seiner Kritik an der Landespolitik bei der Eröffnung des diesjährigen Festivals sei die neu gegründete „Kiel Region GmbH“ an ihn herangetreten mit der Absicht, sich finanziell am Festival zu beteiligen. „Der Etat steht aber erst im Januar“, sagte Gerald Grote. „Dann werden wir weitersehen.“

Trotz des Kampfes um die Finanzierung, war das Festival in diesem Jahr nach Aussagen von Ulrike Lafrenz das „bisher erfolgreichste“. Fast 27  000 Besucher konnte sie zählen, davon allein 16  000 während des Festivals in Eckernförde, und 11  000 bei Aktionen im Land. Die Präsenz in den Medien sei enorm gestiegen, und mit Aktionen wie Schulkinowoche, Kirchentournee, sh:z-Tournee, Vorstellungen in Sonderburg, Strand-, Bonbon- und Räuchereikino, dem Filmcamp in Eekholt und weiteren Aktionen wie den Filmvorführungen im Haus habe das Festival seine Aktivitäten auf das ganze Jahr ausgeweitet.

Im kommenden Jahr feiert das internationale Naturfilmfestival sein zehnjähriges Jubiläum. „Wir haben schon viele tolle Ideen“, sagte Ulrike Lafrenz, die weitere Anregungen gern aufnimmt. Für die Zukunft wünschen sie und Gerald Grote sich eine weitere Professionalisierung ihrer Arbeit. „Wir können gar nicht mehr großartig wachsen“, so Lafrenz. „Wir haben gar keine Räumlichkeiten, um noch mehr Zuschauer aufzunehmen und keine Kapazitäten, um noch mehr zu bedienen.“ Wichtig sei laut Grote, die Filmemacher weiterhin mit ihren Zuschauern zusammenzubringen und die Begeisterung in der Stadt zu erhalten.

Eine Überraschung hatte Festivalberater Michael Packschies am Ende parat: Er zeigte in vielen Bildern die Geschichte des Festivals auf, von der Geburt der Idee bei einer Tour von Filmemachern durch Eckernförde über die Gründungssitzung des Vereins 2006 mit Henning Willers und Jochen Hillers als erstem Vorsitz-Duo, den „Verschleiß“ von drei verschiedenen Preisskulpturen und fünf Moderatoren bis zum zuschauerstärksten Festival in diesem Jahr.

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erstellt am 24.Nov.2015 | 21:10 Uhr

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