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Grösster Ernteumzug in SH : Erntedank mit Tracht und Dreschflegel

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Kreisbauernschaft und die Pommersche Landsmannschaft halten die Tradition mit ihrem Ernteumzug durch die Eckernförder Innenstadt am Leben. Sie zogen mit ihren Erntewagen durch die Fußgängerzone.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 05:56 Uhr

Eckernförde | Trachten und geschmückte Erntewagen – nichts hat der Ernteumzug verloren, seit er aus personellen Gründen nicht mehr von der Pommerschen Landsmannschaft, sondern primär vom Kreisbauernverband organisiert wird. Seit acht Jahren gemeinsam von beiden durchgeführt, ist der Ernteumzug durch Eckernförde der größte seiner Art in Schleswig-Holstein. Entsprechend säumten zahlreiche Zuschauer den Verlauf vom Saxtorfer Weg über die Innenstadt zur Stadthalle, wo auf dem Partnerstadt-Tanga-Platz neben der Übergabe der Erntekrone an die Stadt Eckernförde traditionelle Tänze und Musikdarbietungen erfolgten.

„Es war ein Super-Erntejahr“, berichtete Klaus-Peter Lucht, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Rendsburg Eckernförde in seiner Ansprache. „Sonne und Regen wechselten sich stets zum richtigen Zeitpunkt für eine erfolgreiche Ernte ab.“ Er hob die Bedeutung der Landwirtschaft für Ernährung und Umwelt hervor und bat um Verständnis bei der Bevölkerung für einen zwingend notwendigen Berufszweig, in dem 30 Prozent der landesweiten Betriebe eklatante Nachfolgerprobleme haben.

Lucht sah in den zahlreichen Anwesenden an diesem Tag ein Zeichen des Vertrauens, das den Landwirten entgegengebracht werde. Auch der Schirmherr des Erntefestes, Dr. Ulrik Schlenz von der HaGe Kiel, fand die richtigen Worte, um auf die Bedeutung der Landwirtschaft hinzuweisen: „Bis zum Jahr 2050 wird die Bevölkerung auf neun Milliarden Menschen angewachsen sein und in den nächsten 35 Jahren so viel Lebensmittel benötigen, wie in der gesamten Menschheit zuvor“, so seine Prognose. Nur durch hohe Qualität in der Landwirtschaft, ob in der Produktion oder im Absatz, sei diese Aufgabe zu meistern.

Bürgervorsteherin dankte Karin Himstedt dem Bauernverband, die Tradition des Ernteumzuges fortzusetzen: „Ich sehe es als Zeichen für den Zusammenhalt von Stadt und Umland“, so Himstedt und betonte in Beisein von Bürgermeister Jörg Sibbel, wie wichtig der Ernteumzug gerade in der heutigen Zeit sei.

Fast wie ein Gang durch die Geschichte der Landwirtschaft mutet der Umzug an, wechselten doch pferdegetriebene Fahrzeuge mit traktorgezogenen Anhängern ab, auf denen unter anderem noch das Dreschen schweißtreibend mit Dreschflegeln gezeigt wurde. Dazwischen Musik von „Drums and Pipes“, den Jagdhornbläsern „Altenhofer Dachse“ und vom Schützenbläserkorps Kappeln. Für Tanzeinlagen nach alten Traditionen sorgten die Siedlergemeinschaft Owschlag, die Pommersche Landsmannschaft sowie deren Ortsverein aus Kiel. Auch bekam die Kindertanzgruppe der Siedlergemeinschaft Owschlag viel Beifall, bevor die Erntekrone traditionsgemäß vom Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes an Bürgermeister Jörg Sibbel und Karin Himstedt übergeben wurde.

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