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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 10:28 Uhr

Vortrag : Erinnerungen an Kleinbahn und Co.

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Vorsitzende der Heimatgemeinschaft Eckernförde, Dr. Telse Stoy, hielt in der Alten Schule in Holtsee einen Vortrag zum Thema „Spuren der Vergangenheit in der Landschaft der Hüttener Berge“.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 06:17 Uhr

Wer aufmerksam durch die Hüttener Berge spaziert, kann so einige Denkmale aus früheren Zeiten finden. „Mit diesem Vortrag möchte ich Ihr Interesse wecken, Ihnen einige Denkanstöße geben und Sie aufmerksam machen. Denn: Man kann nur schützen, was man kennt“, betonte Dr. Telse Stoy. Die Vorsitzende der Heimatgemeinschaft Eckernförde hielt in der Alten Schule in Holtsee einen Vortrag zum Thema „Spuren der Vergangenheit in der Landschaft der Hüttener Berge“.

Charakteristisch für die Landschaft der Hüttener Berge sei die bäuerliche Struktur. Auch heute sei dies noch an der schachbrettartigen Knicklandschaft erkennbar. Die Knicks seien von 1776 bis 1778 im Rahmen der Verkoppelung entstanden. „Das war sozusagen die erste Flurbereinigung: Aufhebung der alten Feldgemeinschaft und Überführung des bis dahin gemeinsam bewirtschafteten Ackerlandes in Privateigentum.“ Der Privatbesitz sei mit Knicks „eingekoppelt“ worden. In der Gemeinde Ascheffel sei die Knicklandschaft noch gut erhalten. Ein paar Kilometer weiter in der Gemeinde Osterby seien viele Knicks verschwunden. Allerdings, betonte Stoy, sollte man vorsichtig bei einer Wertung dieser Entwicklung sein: „Während wir in Osterby noch mehrere zukunftsfähige landwirtschaftliche Betriebe haben, ist dies in Ascheffel nicht der Fall.“

Verschwunden ist auch die Kleinbahn, die von 1904 bis 1954 zwischen Eckernförde und Owschlag verkehrte. Wichtig sei die Bahn für die Personenbeförderung gewesen, weil die Menschen angeschlossen an die Stadt und die weite Welt gewesen seien. Auch zum Transport von landwirtschaftlichen Produkten und Produktionsmitteln sei die Bahn wichtig gewesen. „In Ascheffel zählte man an Sonntagen bis zu 500 Fahrgäste“, berichtete Stoy. Der „Alte Bahnhof“ in Ascheffel ist eine der Haltestellen, die noch heute existieren.

Ebenfalls gut erhalten ist die Mühle „Auguste“ in Groß Wittensee. Auch in Ascheffel gab es eine Mühle. Die Wasser- und Papiermühle wurde 1633 von Herzog Friedrich III. gebaut. „Aus Lumpen wurde Papier gefertigt“, berichte Stoy. 1914 erhielt die Mühle eine Turbine und diente der Stromversorgung. In den 30er- bis in die 60er-Jahre wurde Korn gemahlen.

Damit die Denkmale von den Menschen bewusster wahrgenommen werden, plant die Heimatgemeinschaft zusammen mit dem Naturparkverein entlang der Wanderrouten im Naturpark die Besucher auf die Denkmale hinzuweisen. „Wir wollen diese Elemente auch erlebbar machen“, sagte Dr. Telse Stoy.


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