Erfolgreiche Mission, glückliche Heimkehr

Wachoffiziersschülerin Leonie Jaskowski wurde von Freund Stephan Dathe (25) in Empfang genommen.
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Wachoffiziersschülerin Leonie Jaskowski wurde von Freund Stephan Dathe (25) in Empfang genommen.

U33 kehrt nach achtmonatigem Manöver im Mittelmeer in den Heimathafen Eckernförde zurück / Kommandeur Johst: „Eindrucksvolle Leistung“

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02. Juni 2015, 06:13 Uhr

„Zurückkehren ist allemal schöner als losfahren.“ Mit diesen Worten empfing Lars Johst, Kommandeur des 1. U-Bootgeschwaders, die Besatzung von U33 gestern Vormittag im Heimathafen Eckernförde. Am 27. September letzten Jahres lief U33 mit der Besatzung „Alpha“ unter der Führung von Korvettenkapitän Stephan Pfeiffer (35) Richtung Mittelmeer aus. Anfang 2015 wurde in Limassol auf Zypern die Besatzung getauscht und Kapitänleutnant Kai Nickelsdorf (33) übernahm das Boot mit der Besatzung „Delta“.

Beide Besatzungen umfassten 28 Mitglieder. Im Mittelmeer hat sich U33 dem maritimen Einsatzverband der Nato (Standing Nato Maritime Group 2 – SNMG 2) angeschlossen und an der Operation „Active Endeavour“ teilgenommen. SNMG 2 ist ein ständiger Schiffsverband der Nato im Mittelmeer. Aufgaben des Verbandes sind vor allem Kontrolle und Schutz strategisch wichtiger Seewege. Dazu operiert er vor allem im Mittelmeerraum, kann bei Bedarf aber sofort in andere Krisengebiete verlegt und dort eingesetzt werden. Die Operation „Active Endeavour“ verfolgt seit 2001 das Ziel, Nato-Solidarität und Entschlossenheit zu demonstrieren und zur Entdeckung und Abschreckung terroristischer Aktivitäten im Mittelmeer beizutragen.

Daneben führte die U33 verschiedene Übungen wie „Noble Mariner 2014“, „Smart Hunt“, „Ionic Research“, ein Torpedoschießen im Golf von Tarent sowie gemeinsam mit der portugiesischen Marine eine Schülerfahrt für Wachoffiziere durch. „Ziel dieser Manöver war es die bi- und multinationalen Beziehung zu unseren Nato-Partnern zu festigen“, erklärte Kommandeur Johst. Dies sei auf ganzer Linie gelungen. „Die Besatzungen haben in vielen hundert Stunden Arbeit eindrucksvolle Leistungen erbracht“, so Johst weiter. Während der gemeinsamen Manöver habe die U33-Besatzung den Respekt und die Anerkennung der Verbündeten erworben. Im Mittelmeer hat U33 vor allem mit der italienischen Marine kooperiert. Die erfolgreiche deutsch-italienische Kooperation war für Kommandant Kai Nickelsdorf der Höhepunkt. „Die Kommunikation verlief problemlos.“ Die größte Herausforderung sei es gewesen, dass die Besatzung fünf Monate lang zusammenhält und funktioniert. 11840 Seemeilen legte allein die Besatzung „Delta“ zurück. Insgesamt, so schätzt Nickelsdorf, hat U33 in den acht Monaten einmal die Erde umrundet.

Nach der offiziellen Willkommenszeremonie, die musikalisch vom Marinemusikkorps Kiel begleitet wurde, konnten die Besatzungsmitglieder schließlich ihre Angehörigen wieder in die Arme schließen. „Die Familie nach langer Zeit wiederzusehen, ist ein überwältigendes Gefühl“, sagt Motormeister Jan Pescheck auf den Ehefrau Ivette Böhm-Pescheck, Tochter Iva (2) und Sohn Jan-Luca (13) warteten. Am meisten freue er sich nun auf die Zeit mit seiner Familie und das eigene Bett. Wachoffiziersschülerin Leonie Jaskowski, eine von zwei Frauen an Bord von U33, wurde von Freund Stephan Dathe empfangen. Auf sie wartet zuhause nun der lang ersehnte „Blick ins Grüne“.

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