zur Navigation springen

Ausbildung : Erfolgreich: Ärztebrücke nach Paraguay

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

An der Helios Ostseeklinik Damp wird der 50. Nachwuchsmediziner aus Paraguay in der Orthopädie von Chefarzt Dr. Otto Kloppenburg ausgebildet.

von
erstellt am 15.Dez.2016 | 06:49 Uhr

Damp | Für Clemente Gregorio Gonzales (27) war alles neu, als er vor fünf Monaten nach Damp in die Ostseeklinik kam. Der junge Mann aus Paraguay ist der 50. Nachwuchsmediziner in 15 Jahren, der durch eine Kooperation von . Dr. Otto Kloppenburg, Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Helios Ostseeklinik Damp, und der Universität Paraguay Asuncion eine Facharztausbildung macht.

„Die deutsche Orthopädie genießt weltweit einen sehr guten Ruf“, erklärt Dr. Kloppenburg. Das führt nicht nur Patienten aus Südamerika nach Damp, sondern auch junge und hochmotivierte Mediziner an die Ostseeklinik. Diese ist in Südamerika ein Begriff, so Dr. Kloppenburg. Gonzales hat vor einem Jahr sein medizinisches Studium abgeschlossen und wird jetzt zum Facharzt für Orthopädie ausgebildet. „Ich will lernen und dann später wieder in meine Heimat. Dort möchte ich das Gelernte weiter geben“, sagt der junge Mann, der sich im beschaulichen Damp wohl fühlt. Besonders spannend findet er das Knie. Beeindruckt ist er von der Pünktlichkeit und Disziplin in Deutschland. Die werde er auf jeden Fall auch mitnehmen. Er war von Dr. Kloppenburg und Dr. Hermes Godoy-Müller in Paraguay auf Grund seiner hervorragenden Leitungen ausgewählt worden. Godoy-Müller, der selber auch in Damp seine Fachausbildung machte, kehrte in seiner Heimat zurück und baute eine eigenen Klinik in Paraguay auf. Anders aber als die bisherigen Gastmediziner, sprach Gonzales kein Deutsch. Das lernte er neben seiner Arbeit durch das tägliche Gespräch mit den Kollegen. Aufgrund seiner sehr guten Leistungen wird der Mediziner zum 1. Januar als Assistenzarzt in Vollanstellung übernommen. Die Ausbildung dauert zwischen fünf und acht Jahren.

Den engen Kontakt nach Südamerika pflegt Dr. Kloppenburg. Seit 2012 hat er eine Professur für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Universität Paraguays in Asuncion. Zwei mal im Jahr reist er im Urlaub dorthin und gibt Vorlesungen, spricht auf Fachkonferenzen und operiert auch.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen