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Eckernförder Zeitung

24. Oktober 2017 | 08:56 Uhr

Erdgastankstelle wird ausgebaut

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadtwerke bieten ein Förderprogramm für Kunden an. In Spitzenzeiten steigt die Nachfrage nach dem umweltfreundlichen Energielieferant für Erdgasautos.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 06:52 Uhr

Eckernförde | Wer im Ostseebad überlegt, sich ein umweltfreundliches Erdgasauto anzuschaffen, ist bei Lars Rohwedder an der richtigen Adresse. Der Leiter des Fuhrparks der Stadtwerke informiert Interessierte über die Vorteile eines erdgasbetriebenen Fahrzeugs und über die Versorgung mit dem natürlichen Rohstoff. Rohwedder ist von dieser Antriebsversorgung überzeugt: „Es gibt keine günstigere Energie für die Fortbewegung als Erdgas.“ Der Preis für ein Kilogramm Erdgas ist in Eckernförde mit 1,05 Euro seit zwei Jahren konstant (im Vergleich: Husum 1,15 Euro/kg). „Wir sind über die Jahre hinweg stabil geblieben“, erklärt Dietmar Steffens, Geschäftsführer der Stadtwerke, den Preis, „auch in der hochpreisigen Phase der Kraftstoffe haben wir den Erdgaspreis nicht angepasst. “

„Ein Kilo Erdgas entspricht 1,3 Liter Diesel oder 1,5 Liter Benzin“, erklärt der 55-jährige Fuhrparkleiter. Erhältlich ist das CNG-Erdgas in Eckernförde an der einzigen Erdgastankstelle, die sich seit der Einführung des Angebots vor 15 Jahren auf dem Gelände der Aral-Tankstelle an der B  76 befindet. Betreiber der Zapfsäule sind die Stadtwerke Eckernförde.

Weniger Stickoxide, ein weitaus geringerer CO2-Ausstoß, weniger giftige Kohlenwasserstoffe und nahezu vollständige Vermeidung von Schwefeloxid und Rußpartikeln – die Umweltfreundlichkeit von Erdgasautos steht außer Frage. Und trotzdem ist die Zahl der Erdgasautos noch in der Minderheit, aber die Zahl steigt. „ So um die zehn Autos tanken sicherlich jeden Tag bei uns Erdgas“, verrät Tankstellenpächter Olaf Pede. In der Saison steige die Zahl der Erdgaskunden durch die Urlauber um ein Vielfaches. Das bestätigt auch Steffens. Da das Erdgas nach seiner Lieferung, vornehmlich aus Russland, durch die Pipelines mit einem Druck von 0,5 Bar geliefert wird, wird es mithilfe eines Kompressors, der sich in einem Container hinter der Waschanlage befindet, auf 230 Bar verdichtet. „Ansonsten dauert der Tankvorgang für den Autofahrer zu lange“, so Steffens. Für das Tanken von 12 bis 36 Kilogramm (größtes Fassungsvermögen eines Erdgastanks) benötige der Autofahrer gerade mal zwei bis drei Minuten länger. Aufgrund der großen Nachfrage gerade zu Spitzenzeiten im Sommer sei die Kompressoranlage schon ausgelastet. „Verkaufen wir im Winter zwischen 11  000 und 12  000 Kilogramm, sind es im Sommer zwischen 16  000 und 17  000 Kilogramm Erdgas“, so der Geschäftsführer der Stadtwerke. Anlass genug, spätestens im nächsten Jahr einen zweiten Kompressor anzuschaffen.“ Kostenpunkt für die Stadtwerke: rund 150  000 Euro.

Es sei nicht nur ein Zusatzgeschäft für die Stadtwerke, erklärt der Geschäftsführer – im Gegenteil, man investiere in den Verbrauch von Erdgas. „Wir haben ein Förderprogramm entwickelt. Unsere Privatkunden bekommen einmalig ein Jahr lang 1000 Kilogramm Erdgas umsonst. Bin ich als Firma Kunde bei den Eckernförder Stadtwerken, erhalte ich einmalig 750 Kilogramm kostenfrei.“ Bei einer normalen Kilometerleistung reichen 1000 Kilogramm Erdgas rund eineinhalb Jahre, sagt Fuhrparkleiter Rohwedder. Elf seiner 14 Pkw fahren mit Erdgas, in diesem Jahr soll auch der 17. Lieferwagen ein Erdgasauto sein. Die Reichweite der modernen umweltfreundlichen Motoren sei immens. Im Stadtverkehr benötige er 21 Kilogramm Erdgas für rund 400 Kilometer. Elektroautos sind für die Stadtwerke noch keine Option. Der Preis und die geringe Reichweite seien das Problem. „Wir versprechen uns noch nichts davon“, erklärt Steffens. Erst wenn eine wirkliche Nachfrage da sei, könne man eine öffentliche Ladestation überdenken.

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