Bahnhofsareal : Entwicklung verzögert sich

<p>Das Gebiet zwischen Bahnhof und Schulweg soll nach Planungen von Politik und Verwaltung mit Kino, Wohnungen und Verbrauchermarkt bebaut werden.Peters</p>

Das Gebiet zwischen Bahnhof und Schulweg soll nach Planungen von Politik und Verwaltung mit Kino, Wohnungen und Verbrauchermarkt bebaut werden.Peters

Die Verhandlungen zwischen Stadt und Grundstückseigentümern ziehen sich in die Länge.

shz.de von
13. Juni 2018, 06:41 Uhr

Eckernförde | Gespräche hinter verschlossenen Türen – in diesem Fall stimmte es wörtlich. Die Sitzung des Bauausschusses am Montagabend begann verspätet. Grund waren „neue Erkenntnisse“ bei der Planung des Bahnhofs-Areals, die Bürgermeister Jörg Sibbel den Ausschussmitgliedern direkt vor der Sitzung in der Garderobe des Ratssaals mitteilte. Zwischen Bahnhof und Schulweg sollen nach aktuellen Planungen Wohnungen, ein Kino sowie ein Verbrauchermarkt entstehen.

Gleich zu Beginn der Sitzung erklärte Jörg Sibbel, weshalb der Punkt „Vorstellung des Entwurfes der Fortschreibung des Parkraumkonzeptes“ von der Tagesordnung genommen werden müsse: Schon die Vorstellung des Bebauungsplans für das Bahnhofsareal könne wie angekündigt nicht erfolgen, weil „wider Erwarten die erforderlichen Grundstücksverhandlungen noch nicht so weit gediehen sind, dass man über alle benötigten Flächen verfügen könnte“.

Ähnliches gelte nun für das Parkraumkonzept. In ihm werde der aktuelle Stand und die erwartete Entwicklung mit Prognose für den benötigten Parkraum der Stadt im Jahr 2030 dargestellt. Grundlage für diese Begutachtung sei im Wesentlichen die Entwicklung im Bereich des Bahnhofsareals, wo sich bei den Grundstücksverhandlungen kurzfristig „neue Erkenntnisse“ ergeben hätten. Auf dieser Grundlage sei es nicht möglich, ein Konzept vorzulegen. Sibbel: „Die Bahnhofsarealplanung ist im Moment aufgrund der aktuellen Entwicklung unsicherer geworden, als sie es noch vor einiger Zeit war.“

Eine Formulierung, die viel Interpretationsspielraum zulässt: Ist die Bahnhofsplanung nun grundsätzlich in Gefahr? Auf EZ-Nachfrage beruhigte der Bürgermeister: Die Bahnhofsplanung sei nicht in Gefahr. „So weit würde ich nicht gehen.“ Jedoch habe ein Grundstückseigentümer am Montag neue Vorstellungen in die Verhandlungen eingebracht, die sich im Vorfelde so nicht abgezeichnet hätten. Der Verhandlungstisch kann also noch nicht geräumt werden. Eine öffentliche Vorstellung der Planungen rückt damit wieder ein Stück weiter in die Ferne.

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