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Eckernförder Zeitung

26. September 2017 | 22:16 Uhr

Skaterpark : Engagement im Zeichen des Skaterparks

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jugendliche haben unter dem Motto „My park will go on“ einen Aktionstag für den Erhalt des Skaterparks am Schulweg organisiert.

Eckernförde | Farbenfroh heben sich die frischen Graffiti von der Mauer des Skaterparks ab, während überall auf dem weitläufigen Gelände Jugendliche auf ihren Skateboards ihre Runden drehen und Menschen in entspannter Atmosphäre miteinander in Kontakt kommen und sich austauschen können.

Der Park am Schulweg ist schon seit mehreren Generationen ein fester Anlaufpunkt für Jugendliche verschiedener Herkunft und bietet den Heranwachsenden ein sicheres Umfeld für soziale Kontakte und ihre Hobbys. Doch damit könnte es, vorläufig nur theoretisch, an diesem Standort bald vorbei sein. Schon seit längerer Zeit wird nach einem geeigneten Ort für den Neubau eines Kinos im Stadtgebiet gesucht. Die Überlegung des Wirtschaftskreises Eckernförde (WKE), auf dem Gelände des Skaterparks für ein Kino Platz zu machen, stößt bei den jugendlichen Nutzern und Vertretern verschiedener politischer Parteien auf Kritik. Unter dem Motto „My park will go on“ organisierte Simon Banger am vergangenen Sonnabend gemeinsam mit zahlreichen Helfern und Spendern wie dem Sozialen Flohmarkt eine abwechslungsreiche Aktion, mit der er vor allem auf die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Areals aufmerksam machen wolle. Er verbinde viele gute Erinnerungen mit dem Skaterpark, so der 22-Jährige, der in Eckernförde aufgewachsen ist. Mit dieser Meinung ist er nicht allein: Auch Quinn Christiansen, der im Rahmen des Poetry Slams mit seiner Performance die rund 150 Gäste unterhielt, wollte mit seinem Beitrag ein klares Statement setzen. „Für mich gehört der Park zur Stadt dazu“, so der 23-Jährige, der mit seinen Texten unter anderem auch schon in Kopenhagen und Köln aufgetreten ist. „Ich habe mich dazu entschieden, meinen heutigen Auftritt ganz dem Park zu widmen. Er ist ein wichtiger Treffpunkt für die Jugendlichen. Auch nach meinem Wegzug komme ich weiterhin immer wieder gerne hier her“, betonte er. Bei angenehm sommerlichen Temperaturen konnten die Besucher sich kostenlos an den zahlreichen Aktivitäten im Park beteiligen. Neben einem Graffiti-Workshop, bei dem sich die Jugendlichen viel Zeit für die Teilnehmer nahmen und auch großen Wert auf gesundheitliche Aspekte im Umgang mit den Sprühfarben legten, gab es außerdem einen Tanzkursus, beeindruckende Skate-Vorführungen und einen Auftritt der Band Smelter.

Auch an eine Zwischenmahlzeit wurde im Voraus gedacht: Simon Banger und sein Team stellten gerne einen Grill zur Verfügung, auf dem die Besucher ihr mitgebrachtes Grillgut braten konnten. Für eine kühle Erfrischung sorgte der Getränkestand, der den ganzen Tag über von den engagierten Jugendlichen betreut wurde. Er freue sich besonders über die gute Resonanz, so Initiator Simon Banger. „Viele der Fraktionen, die wir angeschrieben haben, sind vorbeigekommen und haben sich sehr freundlich und respektvoll mit uns unterhalten“, sagte er.

Auch Wilfried Wagner, der 1. Vorsitzende des WKE, dessen Überlegungen, den Skaterpark in Richtung Nooröffnung zu verlegen, bei den Jugendlichen auf Skepsis gestoßen sind, besuchte die Veranstaltung und zeigte sich gesprächsbereit. „Wir haben erkannt, dass mehr Kommunikation notwendig ist, um die Situation für alle möglichst zufriedenstellend zu gestalten“, so Simon Banger, der im Namen der Jugendlichen auch weiterhin als direkter Ansprechpartner zur Verfügung stehen möchte. „Der Park ist in seiner Funktion als unkommerzieller Jugendraum in Eckernförde sehr wertvoll. Wir würden uns wünschen, ihn auch für kommende Generationen erhalten zu können“, betonte der Schüler, der diesbezüglich vor einigen Wochen auch schon gemeinsam mit Fiona Danieli und Streetworkerin Heike Peuster das Gespräch mit Bürgermeister Jörg Sibbel gesucht hatte.

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