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Beispielhaft : Engagement für die Gemeinschaft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die im Sommer gegründete Dörpshölp wird gut angenommen. Ein Internetauftritt ist geplant. Montags und donnerstags sind die Mitglieder in der Möhl erreichbar.

Mit dem Hund rausgehen, Einkäufe übernehmen, Senioren besuchen, Kinder betreuen, Sprachen lernen, im Garten oder mit dem Computer helfen: Die im Sommer ins Leben gerufene Dörpshölp Schinkel, ein ausschließlich auf dem Prinzip der Nachbarschaftshilfe basierendes Angebot von Schinkelern für Schinkeler, hat erste Erfolge zu vermelden. Eine Initiative, die Schule machen könnte.

Ein Mal im Monat treffen sich die Mitglieder im von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Raum unten rechts in der Schinkeler Möhl, wofür sie sehr dankbar sind, um weiter am Konzept zu feilen, Organisatorisches zu besprechen und neue Ideen zu entwickeln. An der Pinnwand hängen bunte Zettel von Schinkelern, die etwas brauchen oder anbieten. Daneben ist eine kleine Fotogalerie eingerichtet mit Bildern von Schinkeler Hunden und Gärten. Eine Idee von Ursula Pingel für das Anfang des Monats gefeierte Apfel- und Kartoffelfest. Beim Betrachten der Fotos sei man leicht ins Gespräch mit den Bürgern gekommen, konnte über die Dörpshölp informieren und zu den Listen hinführen, wo nachgefragte und angebotene Hilfsleistungen eintragen werden, erzählt sie.

Angefangen hatte alles mit der Idee von Knut Emeis, in Schinkel eine Bürgerstiftung zu gründen. Doch da traute sich niemand heran. Die in diesem Zusammenhang ebenfalls angeregte Dörpshölp hielten viele für eine gute Idee. „Die Dörpshölp steht für die Hilfe untereinander in Schinkel“, erklärt der Initiator. „Wir sind kein Verein, sondern Nachbarn und Helfer. Jeder ist eingeladen mitzumachen.“ Die bereits Aktiven möchten anregen, vermitteln, Kontakte knüpfen und Menschen zueinander bringen. Und das alles kostenlos. Eine Rechtspersönlichkeit hat die Dörpshölp nicht. Sie kann daher weder klagen noch verklagt werden. Knut Emeis sieht viel Potential in der Gemeinde Schinkel mit 1100 Einwohnern. 43 Einträge von Schinkelern, die helfen möchten, hat die Dörpshölp inzwischen zu verzeichnen. Darunter viele von Jugendlichen, die Senioren helfen wollen. Das freut besonders. Doch die Älteren scheuen sich noch, um Hilfe zu bitten. „Sie sind oft gut vernetzt mit ihren Nachbarn“, weiß Reinhard Arendt. Aber auch wer nur für fünf Minuten Hilfe braucht, etwa um eine Glühbirne einzudrehen, etwas Schweres zu tragen oder den Adventskalender aufzuhängen, dürfe gerne anrufen.

Derzeit arbeitet die Dörpshölp daran, in Schinkel einen Öko-Markt in Gang zu bringen (wir berichteten). Auch ein Internet-Auftritt ist geplant. Die Mitglieder präsentieren sich sehr motiviert. „Es ist ein lohnendes Engagement, das die Dorfgemeinschaft stärkt“, findet Juliane Emeis. „Jetzt kann man etwas geben, später wird man selber Hilfe brauchen“, so sieht es Ursula Pingel. „Wir wollen ja alle in unseren Häusern bleiben.“

Die Dörpshölp ist telefonisch unter 04346/93 93 45 und in der Möhl persönlich am Montag von 8 bis 12 Uhr sowie am Donnerstag von 13 bis 17 Uhr zu erreichen.



 

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erstellt am 15.Okt.2013 | 06:13 Uhr

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