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Fachtagung : Energetische Sanierung zahlt sich aus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

19. Fachtagung „Gebäude energetisch sanieren“ in der Stadthalle Eckernförde

von
erstellt am 05.Mär.2016 | 09:13 Uhr

Energieverbrauch geht jeden an. Dass damit sparsam umzugehen ist, liegt nicht nur im eigenen Interesse, sondern ist inzwischen auch vom Gesetzgeber geregelt. Werden die Grundsätze bei Neubauten konsequent berücksichtigt, sieht es bei der Sanierung von Gebäudebestand schon anders aus. Welche Lösungsansätze es heute schon gibt, um zukünftig den Heizwärmebedarf auf ein Minimum zu reduzieren, welche Grundsätze bei Restauration oder Neubau zu berücksichtigen sind oder welche Bedeutung dabei moderne Lichtplanung innehat, war gestern Thema der 19. Fachtagung 2016, zu der das Ingenieurbüro Vollert von KAplus Eckernförde in die Stadthalle eingeladen hatte.

„In Zukunft wird die Energieversorgung regenerativ erfolgen“, prognostizierte Dipl. Ing. Sören Vollert bei seinem Einführungsvortrag und verwies dabei auf die Endlichkeit fossiler Energieträger. Energieeffizienz durch neue Produkte ist dabei heute schon machbar, Technologien dafür sind unter anderem Vakuumdämmung, hocheffiziente Wärmepumpen und Lüftungstechnik und nicht zuletzt auch moderne Leuchtmittel, so Vollert. Innovative Passivhaustechnik erfordert jedoch auch mehr technischen Aufwand, der gerade im Nichtwohnungsbau erheblich und unüberschaubar im Detail sein kann. „Schon beim Entwurf der Architektur muss regenerative Technik berücksichtigt werden, Solarsysteme oder Wärmepumpen müssen mit Speichertechnik vorgesehen sein“, sagte Vollert.

Dem Referenten folgten rund 300 Zuhörer aus dem gesamten Bundesgebiet, die zu den Themen „Nachhaltigkeit und Energieeffizienz“, „Licht, Gesundheit und Energie“, „Energieversorgung von Niedrigenergiegebäuden“, „Energetische Sanierung und Betriebsoptimierung“, „Umbau, Erweiterung und energetische Sanierung“ und „Umnutzung und Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes“ anhand des Beispiels der Lessinghalle in Kiel vortrugen. Lassen sich Heizkosten aufgrund moderner Technologien reduzieren, wird in Zukunft der Aufwand für Kühlung ansteigen. „Dies ist nicht nur der Erderwärmung geschuldet, sondern auch steigender Technologie innerhalb von Gebäuden“, führte Prof. Dr. Ing. Heide G. Schuster aus. Anhand eines Beispiels zeigte sie auf, wie man städtebaulich durch Anordnung von Straßen und und Gebäudehöhen Einfluss auf die Erwärmung einer Stadt nehmen kann.

Thematisiert wurde auch der Einfluss des Anstiegs der Weltbevölkerung und der gestiegene Flächenwohnbedarf des einzelnen Menschen in der Zukunft. Abgerundet wurde die ganztägige Veranstaltung durch zwölf Aussteller, die ihre Produkte im Detail vorstellten und in Fachgesprächen mit den Teilnehmern, zu 50 Prozent aus Architekten, 30 Prozent Baufachleuten der öffentlichen Hand und der Rest aus unabhängigen Ingenieurbüros bestehend, notwendige Informationen gaben.

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