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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 00:25 Uhr

Museum : Endspurt für Museumsleiter Uwe Beitz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Dr. Uwe Beitz geht nächsten Jahr im Februar nach 25 Jahren im Museum Eckernförde in den Ruhestand. Er kann ein erfolgreiches Jahr 2014 verbuchen.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2015 | 06:24 Uhr

Museumsleiter Dr. Uwe Beitz ist gut gelaunt. Ob das an dem erfolgreichen Jahr 2014 liegt, an den geplanten Ausstellungen 2015 oder an seiner Pensionierung in genau einem Jahr sei dahingestellt. Vorbei ist die Zeit, in der Teile der Politik seinen Job als Leiter des Museums und des Archivs an den der Kulturbeauftragten andocken wollten. Seine Stelle soll neu ausgeschrieben werden. „Auf jeden Fall ist mir nichts anderes bekannt“, so der 64-Jährige.

Im Jahr 2014 konnte das Museum einen Besucheranstieg verzeichnen: 5234 Menschen fanden den Weg in das alte Rathaus nach 4400 im Vorjahr. „Allerdings hatten wir noch im November knapp 150 Besucher mehr prognostiziert. Doch da hat uns der verregnete Dezember einen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Beitz. „Man merkt immer wieder, wie abhängig wir vom Wetter sind.“ Besonders erfolgreich im vergangenen Jahr war die im November eröffnete Ausstellung zur Kieler Straße. Insgesamt 1170 Menschen haben sie bis in den Januar hinein gesehen, davon allein 215 bei den beiden Führungen von Ilse Rathjen-Couscherung (wir berichteten). Auch die Ausstellung mit Naturfotografien im September war sehr gut besucht.

Ansonsten begann das Jahr mit einer Überraschung gleich im Januar, als dem Museum am selben Tag zwei Lambertz-Gemälde aus unterschiedlichem Eckernförder Privatbesitz geschenkt wurden. Wenige Tage später gab es zwei weitere Schenkungen, die die Sammlung zum 5. April 1849 und zu Arthur Götting bereichern. Es folgten zwei Gemälde von Carl Fiebig und drei Plastiken von Götting als Schenkung und zwei Gemälde von Hans Friedrich Baasch als Kauf. Als positiv bezeichnete Uwe Beitz auch die Annahme des von einer Arbeitsgruppe des Museumsvereins erstellten Museumskonzeptes durch die Ratsversammlung im Dezember 2014. Beitz: „Das gibt dem Museum eine präzisierte Grundlage, vor allem im Hinblick auf den Übergang der Museumsleitung in neue Hände in einem Jahr.“

Für das laufende Jahr sind sechs Ausstellungen geplant. Die erste mit Fotografien von Heinz Teufel läuft noch bis zum 15. März. Morgen wird Museums-Mitarbeiterin Angeline Schube-Focke ab 15 Uhr durch die Ausstellung führen, ebenso am 8. März um 15 Uhr. Heinz Teufel vermittelt am 15. März noch einmal persönlich seine Gedanken zu seinen Bildern – ebenfalls um 15 Uhr. Parallel dazu läuft eine kleine Vitrinenausstellung im Zwischengang über den Fotografen Friedrich Baasch und dessen Schwester Dora, die im 19. Jahrhundert zwischenzeitlich das Atelier der Familie betrieb.

Am 22. März wird eine Ausstellung mit norddeutschen Realisten eröffnet. Sie trägt den Titel „Geburtstage“ und umfasst Werke von Brigitta Borchert, Michael Arp, Ulf Petermann und Nicolaus Störtenbekker, die alle in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern oder gefeiert hätten. Als Plastiker findet auch Michael Mohns seinen Platz. Am 7. Juni beginnt die Ausstellung „Neuanfang“ mit Werken von Künstlern, die nach 1945 im Ostseebad wieder Fuß fassten (siehe Infokasten). Am 16. August beginnt eine Fotoausstellung mit einem international bekannten Naturfotografen zum Green-Screen-Festival. Im Anschluss werden ab 27. September moderne europäische Keramiken gezeigt, bevor ab 21. November Werke aus dem Magazin gezeigt werden, die bislang selten oder nie zu sehen waren.

Auch einen Ausblick auf das Jahr 2016 hat Uwe Beitz schon gegeben. Am 7. Februar nämlich wird er seine letzte Ausstellung vor seinem Ruhestand eröffnen: „Geplant ist eine Ausstellung mit Werken des norddeutschen Realisten Friedel Anderson“, sagt er. Sie solle etwas länger laufen, um seinem Nachfolger etwas Zeit zur Einarbeitung zu geben.

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