Wunsch seit Jahrzehnten : Endlich Yoga!

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Vor 30 Jahren begann meine Sehnsucht nach Yoga. Doch es kam immer etwas dazwischen. Jetzt endlich hat es geklappt – mit Yoga auf dem Stuhl.

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06. November 2013, 06:02 Uhr

Seit gut 30 Jahren möchte ich gern Yogakurse belegen. Noch in Hamburg wohnhaft war es mein sehnsüchtig angestrebtes Ziel, aber noch rechtzeitig erzählte mein Mann mir so ganz nebenbei, dass wir voraussichtlich nach Baden-Württemberg oder in die Pfalz übersiedeln werden. Natürlich war ich nicht erfreut, wir waren sehr glücklich in Hamburg. Die BASF-Mutter hat meinen Mann gerufen, und es wäre nicht klug gewesen, diesen Ruf nicht anzunehmen. So war er dann schon ziemlich schnell ab 1. April 1984 in Ludwigshafen tätig.

Ich konnte noch etwas bleiben und nahtlos in Mannheim zum 1.Juli 1984 in der Transportabteilung einer Versicherung in der gleichen Position arbeiten. Die Hauhaltsauflösung war meine Sache, aber das war ein Kinderspiel. Meine Trauer, Hamburg zu verlassen und unser schönes Zuhause an der Alster aufzugeben, war groß, zumal unsere Tochter unbedingt bleiben wollte.

Doch je näher meine Abreise nahte, freute ich mich doch auf das „Ländle“ und mein neues Leben. Wieder war Yoga auf Eis gelegt. Neuer Wohnraum, neuer Arbeitsplatz, neue Menschen um mich herum. Im Süden lebt es sich anders, in der Firma die „Norddeutsche“, ansonsten ein „Fischkopp“ mit Heimweh nach Hamburg. Immer noch kein Yoga; jedoch drei Mal in der Woche Besuch im Fitnessstudio, weil wir doch schon lange Windsurfer waren und unsere Sommerwohnung in Hohwacht in der Kieler Bucht auch behalten wollten. Surfen auf der Ostsee war schon damals etwas Besonderes.

2002 brauchte ich rechts ein neues Kniegelenk, vorher und hinterher keine Möglichkeit für Yoga. Nun sind wir schon seit 2005 wieder im Norden in Eckernförde. 2006 dann dieser dumme Treppensturz, und mein rechter Fuß machte für gut vier Jahre Probleme. Yoga lag wieder auf Eis.

So ging das weiter, aber im Frühjahr 2013 konnte ich in der Eckernförder Zeitung lesen „Yoga auf dem Stuhl!“ Jetzt aber ran! Sofort meldete ich mich an, musste aber einige Wochen warten, weil nun noch die Sommerferien dazwischen kamen. Was macht das schon aus, nach so vielen Jahren. Endlich am 10. September um 9.30 Uhr war der Beginn für meine erste Stunde. Es war kein Parkplatz zu finden. Panik, nach so vielen Jahren Wartezeit, nie hat es gepasst, sollte ich zu meiner ersten Stunde zu spät kommen.

Eine nette Truppe erwartete mich, die Damen hatten mich draußen schon herumlaufen sehen. Es war mir so peinlich, aber die Damen rieten mir, einen Parkplatz nicht im Halteverbot zu suchen, und der richtige Tipp von ihnen lautete Pferdemarkt. Dann lief ich so schnell ich konnte zurück, nach der allgemeinen Vorstellung saß ich glücklich auf meinen Stuhl und versenkte mich in meine allererste Yogastunde. Ein Highlight nach so vielen Jahren, ich war richtig glücklich. Heute hatte ich meine vierte Stunde, und es geht mir prima. Endlich habe ich es geschafft.

Das Leben ist schön.

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