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Eckernförder Zeitung

20. November 2017 | 01:37 Uhr

Straßenbau : Ende des Flicken-Teppichs

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Arbeiten auf der gesperrten Straße Neuseeholz in Holzdorf liegen im Zeitplan. Anwohner zufrieden mit Fortschritt und Absprachen.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2017 | 06:59 Uhr

Holzdorf | Seit Anfang September wird in der Straße Neuseeholz gearbeitet. Mit schwerem Gerät ist die ausführende Firma SAW vor Ort und baut die Straße zwischen Anschlussstelle B  203 und Straße Seeholz neu auf. Die Durchfahrt ist gesperrt. „Wir liegen gut im Zeitplan“, berichtet Schachtmeister Jochen Henning. Auch die eher nassen zurückliegenden Wochen haben den Zeitplan nicht gestört.

Bevor aber die Trag- und die Deckschicht bis Mitte November (Planung) neu aufgebaut werden, müssen die Straßenbauer die Straßeneinfassung, die Gehwege, die Rinne und auch Teile der Einläufe erneuern. Im Bereich der Einmündung von der Straße Seeholz wurde bereits auf der südlichen Seite der Gehweg vorbereitet. Die Laternen stehen schon. „Und das Leerrohr für das Glasfaserkabel liegt auch schon in der Erde“, berichtet Schachtmeister Henning. Der Gehweg wird später gepflastert.

„Die Absprachen mit den Arbeitern laufen gut“, meint Anliegerin Ingeborg Kreßler. Sie könne ihr Haus gut erreichen. Mit Wurfzetteln würde sie über Einschränkungen informiert, „das klappt gut“. Sie kennt die Straße noch als kleines Mädchen und blickt zurück. Um 1964 war die alte Asphaltdecke aufgebracht worden. „Immer nur flicken geht auch nicht“, sagt sie. Allerdings ist sie wie viele ihrer Nachbarn enttäuscht, dass die Gemeinde nicht Gebrauch gemacht habe von der neuen Kann-Regelung zur Erhebung von Straßenausbaubeiträgen. Nun hofft sie, dass die Arbeiten wenigsten zügig erfolgen, um so die Baukosten zu senken. Als Gesamtkosten hatte die Gemeindevertretung im Juli 404  500 Euro beschlossen. Ob das am Ende reicht, muss die Abschlussrechnung zeigen. Dann werden auch die Anlieger in Bescheiden über ihre zu tragenden Ausbaukosten informiert. Wiederholt hatten Anlieger sich in den Vorjahren vergeblich gegen die Straßensanierung ausgesprochen oder kostengünstigere Varianten ins Spiel gebracht. Die Gemeinde reagierte und senkte einige Parameter (wir berichteten).

Rechnungen werden aber noch nicht geschrieben, dafür ist der Bau noch nicht abgeschlossen. Steinsetzer Bernd Klos arbeitet sich Meter um Meter vor. Er setzt die neuen Hochborde für den Gehweg. Am Tag schafft er rund 80 Meter Strecke, wobei die Beton-Bauteile knapp 50 beziehungsweise 100 Kilogramm das Stück wiegen. „Die machen das sehr gut“, stellt ein weiterer Anlieger fest. „Das ist Maßarbeit“, lobt er. Er hofft, dass alle Beteiligten an der Straße im Dialog und mit gegenseitigem Entgegenkommen das Projekt begleiten. Letztlich wollen alle, dass die Arbeiten nicht unnötig lange dauern. So könne es immer mal passieren, dass die Zufahrt zu einzelnen Grundstücken bautechnisch eingeschränkt wird.

Eingeschränkt durch den Baustellenbetrieb sind Müllabfuhr und Postzustellung, berichtet Ingeborg Kreßler. Mitarbeiter von SAW bringen die markierten Mülltonnen am Abfuhrtag zum Sammelpunkt am Feuerwehrgerätehaus, und geleert wieder zurück. „Das klappt sehr gut, wobei wir das selber machen, unser Weg ist nur kurz“, sagt Kreßler. Mit der Post sei es etwas komplizierter. Wenn der Bote nicht durchkommt, gibt es am Folgetag, spätestens am Sonnabend, wenn nicht gebaut wird, ganz viel Post, so die Erfahrung der Anliegerin.

Mit einem „Rund-Um-Laser“ misst Tiefbauer Torsten Kosky Positionen und Lage von Borden und Fahrbahnen ein. „Über kurze Entfernung ist das sehr bequem“, berichtet er. Sobald es aber über größere Distanzen gehe, dann greife er lieber zum Nivelliergerät, berichtet er aus seiner Praxiserfahrung. Schachtmeister Henning rechnet damit, dass sie bis Ende Oktober mit den Gehwegen fertig sind. Im November folgen dann die Vorbereitungen für die Asphaltierung und schließlich die Asphaltierung selber. „Wenn das Wetter allerdings nicht mit spielt, verzögert sich alles“, gibt Henning zu bedenken.

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