TRIATHLON : EMTV-Triathleten stecken sich große Ziele

Die Triathleten des Eckernförder MTV mit (von links) Merten Radeleff, Andreas Niebergall, Jens Friedrich, Nicola Werner Rinkens und René Kirschke. Es fehlt: Martin Müller.
Die Triathleten des Eckernförder MTV mit (von links) Merten Radeleff, Andreas Niebergall, Jens Friedrich, Nicola Werner Rinkens und René Kirschke. Es fehlt: Martin Müller.

Das Triathlon-Sextett des Eckernförder MTV bereitet sich bereits seit einen Monat auf den OstseeMan vor. Andreas Niebergall und Martin Müller steen dabei vor ihrem Debüt.

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26. Januar 2015, 06:00 Uhr

Eckernförde | Viele Ausdauersportler ließen es in den Tagen rund um den Jahreswechsel noch etwas ruhiger angehen und nutzten diese Zeit auch, um bei der Saisonplanung etwas mehr ins Detail zu gehen. Für einige Cracks der Triathlonszene sind die Saisonziele 2015 indes schon klar markiert und der Fokus schon auf den Tag X im Sommer fixiert.

Große Ziele für die neue Saison haben sich die Triathleten des Eckernförder MTV gesteckt. Gleich mit sechs Athleten möchte der EMTV beim OstseeMan-Triathlon in Glücksburg an den Start gehen. Bei Schleswig-Holsteins längstem und spektakulärstem Ausdauer-Dreikampf wird der Verein aus der Ostseestadt damit so stark wie noch nie vertreten sein. Der legendenreiche Langdistanz-Triathlon aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km wartet am 2. August 2015 in und an der Flensburger Förde. Wer große Ziele erreichen will, muss sich früh genug auf den Weg machen – das wissen auch die Eckernförder Triathleten. Und so trafen sich die angehenden „Eisenmänner“ des EMTV bereits zu weihnachtlicher Zeit zum offiziellen gemeinsamen Trainingsauftakt in Form eines Zwei-Stunden-Laufs. Obwohl der Wettkampftermin zu diesem Zeitpunkt noch sieben Monate entfernt war, haben die Ausdauerfreaks ihre Vorbereitung schon fast ins letzte Detail ausgeklügelt.
Nicola Werner Rinkens, Merten Radeleff, Andreas Niebergall, Martin Müller, Jens Friedrich und René Kirschke stellen sich der Herausforderung und gehen das sportliche Projekt mit Elan und Konzept an.

„Jeder hat eine eigene individuelle Trainingsplanung, aber wir wollen so viel wie möglich gemeinsam trainieren. Insbesondere bei den langen Trainingseinheiten werden wir gemeinsame Einheiten einplanen“, erklärt René Kirschke das Vorhaben des ambitionierten EMTV-Sextetts. Kirschke selbst steht nach seinem erfolgreichen, aber von Stürzen überschatteten Debüt beim OstseeMan 2014 nun vor seiner zweiten Teilnahme. „Ich habe das Training etwas umgestellt und hoffe, dass es nun noch etwas besser läuft“, sagt Kirschke. Der 42-jährige, der zu den besten Schwimmern unter den Triathleten im Land zählt, hat insbesondere im Laufen sein Training weiter verfeinert und dürfte für weitere Leistungssprünge gut sein. An das Niveau des EMTV-Langdistanz-Asses Nicola Werner Rinkens wird aber wohl auch Kirschke noch nicht heranreichen. Der 43-jährige, der 2013 als bester Schleswig-Holsteiner beim OstseeMan auftrumpfte, möchte diesen Erfolg gern noch einmal wiederholen und auch in der Zusatzwertung, der Militär Challenge, ganz vorn mitmischen. „Auf den Lorbeeren auszuruhen, ist nicht angesagt“, sagt der Triathlon-Routinier, der bereits seit 17 Jahren diesen Sport betreibt und bereits zum fünften Mal in Glücksburg an den Start gehen wird.

Erfahrene Cracks sind auch Merten Radeleff und Jens Friedrich, die beide versuchen wollen, ihre Langdistanz-Bilanz weiter auszubauen. Bei den sportlichen Ambitionen ist die Zeit jedoch für die beiden nur ein Nebenaspekt. „Mit einem Lächeln ins Ziel zu kommen, wäre schon was“, sagt Radeleff. Vor seinem Debüt über die legendenreiche Distanz steht Andreas Niebergall, der sich 2015 kurz vor seinem 50. Geburtstag eine besondere Herausforderung gönnen möchte. „Das ist ein besonderes Jahr. Da muss ich mir das mal geben“, sagt der Eckernförder. Ebenfalls zum ersten Mal wird der 30-jährige Martin Müller die 226 km am Wasserschloss angehen.

Seit etwa einen Monat trainieren die EMTV-Athleten bereits rund zehn Stunden pro Woche und werden das Pensum im Frühjahr immer weiter aufstocken. „In den Spitzenzeiten kommen wir mit den langen Radeinheiten dann auf einen Trainingsumfang von über 20 Stunden pro Woche“, erklärt René Kirschke.

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