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Mitglieder haben entschieden : EMTV-Heim bleibt Zentrum des Vereins

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mitglieder sprechen sich geschlossen für Weiterführung des Vereinsheim unter neuer Führung aus: 90 000 Euro-Kreditaufnahme für Umbauten.

Eckernförde | Die Ära Edelgard Höneise im EMTV-Heim endet am 29. Februar 2016 nach 23 Jahren. Ein tiefer Einschnitt für den Eckernförder MTV, aber auch für viele andere Vereine, Verbände und Privatpersonen, die dort vom Team Höneise immer gut bedient worden sind. Seit Montagabend steht fest: Es geht weiter im Clubheim am Noorwanderweg. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung stimmten 150 der 151 anwesenden Mitglieder für die Weiterführung des Clubheims mit Restauration in der bewährten Form. Um eine neue Konzession für ein Weiterbetreiben der Gastronomie zu bekommen, müssen einige Umbaumaßnahmen im Küchen- und Sanitärbereich erfolgen. Das Clubheim soll daher vor dem Pächterwechsel von März bis Juni 2016 umgebaut und grundlegend saniert werden. Die Mitglieder ermächtigten den Vorstand zudem einstimmig, die dafür erforderlichen Kreditmittel in Höhe von maximal 90  000 Euro aufzunehmen. Sollte das Darlehen aufgrund von Eigenleistungen von Mitgliedern nicht in voller Höhe für den Umbau ausgeschöpft werden, kann der Vorstand den Differenzbetrag auch für andere anstehenden Maßnahmen wie zum Beispiel der Sanierung des Flachdaches verwenden. Mit diesen Beschlüssen hat der Vorstand Handlungsvollmacht für die anstehenden Entscheidungen.

Die wesentliche Vorarbeit hat der 16-köpfige Arbeitskreis „Zukunft des Vereinsheim“ unter Leitung von Harry Blenckner und Jürgen Neumann geleistet. In vielen Sitzungen hat man die Anregungen der Mitglieder aufgenommen und besprochen, erläuterte Blenckner im überfüllten Vereinsheim. Man habe sachlich und ergebnisoffen diskutiert und dabei alle Vorschläge hinsichtlich der „Notwendigkeit, Sinnhaftigkeit, Machbarkeit und Tragbarkeit“ abgeklopft. Zur Debatte gestanden hätten auch ein Verkauf sowie ein Abriss und Neubau. Diese Vorschläge seien jedoch keine ernsthaften Alternativen gewesen und schnell wieder verworfen worden, sagte das EMTV-Urgestein. Ebenfalls Abstand genommen habe der Arbeitskreis von dem Vorschlag, im 140 Quadratmeter großen Vereinsheim einen Kraftraum einzurichten. Allein für die Geräte wären 90  000 Euro fällig geworden, die Nachteile „überwiegen immens“, bilanzierte Blenckner. Auch die Einrichtung eines multifunktionalen Tanzsaals sei wieder verworfen worden, weil der nur von einer relativ kleinen Gruppe im Verein genutzt werden würde und die logistischen Probleme (Lagerung, personelle Zuständigkeiten und anderes) zu groß seien. Blieben noch zwei weitere Varianten: die große Restaurantlösung mit Umzug der Küche und Aufstockung oder Auslagerung der Geschäftsstelle oder die Fortführung des Betriebes in jetziger Form verbunden mit einer Grundsanierung. Die große Variante war allein wegen der Kosten von weit über 200  000 Euro schnell vom Tisch. Ebenso wurde die Lösung verworfen, die Geschäftsstelle auszulagern und dafür ein Büro in der Innenstadt anzumieten.

Übrig blieb folglich die Fortführung des beliebten und erfolgreich betriebenen Restaurants. Als Harry Blenckner das Beratungsergebnis des Arbeitskreises „Zukunft des Vereinsheims“ bekannt gab, fiel den Mitgliedern und auch „Edel“ Höneise und ihrer Crew ein Stein vom Herzen – das hatten alle erhofft. Der Vorstand und der Arbeitskreis zeigten auch auf, wie das Vorhaben ohne Beitragserhöhungen umgesetzt werden kann. Der mit 2250 Mitglieder größte Sportverein der Stadt kalkuliert für die für die Erlangung der neuen Konzession erforderlichen Umbauten mit einer maximalen Kreditaufnahme von 90  000 Euro zu einem Zinssatz von rund 1,9 Prozent. Die Belastung läge dann inklusive Tilgung bei 800 Euro im Monat, nach zehn Jahren wäre das Darlehen abbezahlt. „Das sollte der Verein zahlen können“, sagte Pressesprecher Manfred Bebensee. Es müssten neue Sozialräume und ein Personal-WC errichtet sowie weitere Fettabscheider installiert und neue Fußbodenbeläge verlegt werden. Die Kreditkosten sollten über die Pacht abgedeckt sein. Eigenleistungen sind bei dieser Rechnung noch nicht einmal einkalkuliert, so dass bei dem erhofften freiwilligen Arbeitseinsatz der Mitglieder viele tausend Euro gespart werden könnten und das frei werdende Geld für andere notwendige Sanierungsarbeiten verwandt werden könnte. Für die Weiterführung des EMTV-Heims gebe es mehrere Bewerber mit guten Referenzen, so Bebensee.

Vorsitzender Merten Radeleff dankte Edel Höneise für die hervorragende Bewirtung und Führung des Vereinsheims. Es gab minutenlangen Applaus für die beliebte Wirtin. Radeleff dankte auch dem Arbeitskreis und den Mitgliedern. Und er gab bekannt, dass er bei der Vorstandswahl im Februar 2016 aus persönlichen und beruflichen Gründen nicht wieder antreten wird.

 

 

 

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erstellt am 18.Nov.2015 | 06:24 Uhr

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