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20 Jahre Freie Wählergemeinschaft : Empfang für einen „starken Partner“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Freie Wählergemeinschaft Fleckeby feiert 20-jähriges Bestehen. Akkordeon-Orchester Eckernförde unterhält mit musikalischen Leckerbissen

13 Mitglieder gründeten vor 20 Jahren die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Fleckeby. Der Geburtstag der mittlerweile stärksten Fraktion in der Gemeindevertretung wurde kürzlich in der Gaststätte am Holm gefeiert. Der heutige Vorsitzende der FWG, Michael Kroh, und Gunnar Bock, damals Gründungsvorsitzender, erinnerten an die Entstehung der FWG. „Grundgedanke war“, betonte Kroh, dass sich die FWG neben den Parteien als eine Gruppe etablieren sollte, die nicht mit übergeordneten Organisationen verflochten ist. Bei der Gründungsversammlung am 23. Dezember 1993 hoben Gunnar und Horst Bock, Britta Büll, Gerhard Büll, Matthias Bäsel, Rainer Callsen, Stefan und Bernd Grothkopp, Christa Jess, Heinrich Hauschildt, Adolf Hansen, Brigitte Hansen und Wolfgang Kitzel die Wählergemeinschaft aus der Taufe. „Viele der Aktiven im Dorf engagierten sich für die FWG“, sagte Gunnar Bock. Die Mitglieder kamen aus der Gilde, der Feuerwehr und dem Sportverein. Sie alle wollten fürs Dorf Politik machen und die Gemeinde mitgestalten.

Bereits im März 1994 trat die Wählergemeinschaft bei der Kommunalwahl an, verbuchte über 2000 Stimmen (31%) und wurde hinter der SPD zweitstärkste Fraktion. Gunnar Bock, Heinrich Hauschildt, Hans Wörmbke und Wolfgang Kitzel zogen in den Gemeinderat ein. Dabei verzichtete die FWG 1994 ganz bewusst auf ein Programm. „Es wird meist eh nicht eingehalten oder man weiß im Vorwege schon, dass es nicht erfüllbar ist“, sagte Kroh.

1998 gewann die FWG dann einen Sitz hinzu. Für das höchste Amt in der Gemeinde reichte es aber erst 2003. Die FWG kam auf 40 Prozent und sechs Sitze. Heinrich Hauschildt, unterstützt von der CDU, wurde zum Bürgermeister gewählt. 2008 verbesserte sich die FWG erneut um einen Sitz (46%) und Hauschildts Amtszeit verlängerte sich um fünf Jahre.

Große Ernüchterung dann 2013. Zwar zog die FWG mit sechs direkt gewählten Kandidaten in die Gemeindevertretung ein. Dennoch erhielt ihr Kandidat Rainer Röhl nicht die Mehrheit. Ursula Schwarzer wurde von SPD, CDU und SSW zur neuen Gemeindechefin gewählt.

Mit Rainer Röhl stellt die Wählergemeinschaft seit 2013 erstmals den Vorsteher im Amt Schlei-Ostsee. Röhl selbst trat 1997 der Wählergemeinschaft bei und wurde schon ein Jahr später als bürgerliches Mitglied Vorsitzender des Finanzausschusses. Fraktionsvorsitzender war Röhl von 2003 bis 2013.

Die vergangenen Jahre hätte es zwar einige Unruhe innerhalb der FWG gegeben, so Röhl rückblickend. Dennoch hätte der Spaß an der politischen Arbeit überwogen. Aus einem Helferfest in Götheby entwickelte sich auf Initiative der Wählergemeinschaft das jährliche Brandkuhlenfest. Auch mit dem monatlichen Stammtisch sucht die FWG den Kontakt zu den Bürgern.

Bürgermeisterin Ursula Schwarzer lobte in ihrem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit der FWG. Von einer starken Opposition, wie Michael Kroh angesichts der Kräfteverteilung sprach, wollte Schwarzer jedoch nicht reden. „Ich sehe in der Wählergemeinschaft keine Opposition, sondern vielmehr einen starken Partner“, betonte sie.

Welche musikalische Vielfalt das Akkordeon bietet, wenn man es richtig beherrscht, zeigte das Akkordeon-Orchester Eckernförde unter Leitung von Philipp Merkelbach auf eindrucksvolle Weise. Nicht nur Shantys bekamen die Zuhörer geboten, sondern auch Hits von den Dire Straits, Michael Jackson und Tom Jones. Dabei kamen die Musiker nicht nur als Lückenfüller zwischen Grußworten zum Einsatz, sondern ihnen gehörte die größte Aufmerksamkeit beim Frühshoppen.

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erstellt am 03.Jan.2014 | 07:27 Uhr

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