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Förderverein : Eltern übernehmen Verantwortung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Förderverein Schule Rieseby gerettet. Vorstand konnte neu besetzt werden. Mini-Fußballfeld großer Wunsch der Schule.

von
erstellt am 11.Okt.2017 | 06:57 Uhr

Rieseby | Gerettet. Man hörte förmlich, wie mehreren Teilnehmern der Hauptversammlung des Fördervereins Schule Rieseby Steine vom Herzen fielen, als Montagabend ein neuer Vorstand gewählt war. „Ich bin erleichtert und sehr glücklich“, stellte der bislang amtierende Vorsitzende Frank Frühling nach dem erfolgreichen Wahlgang von Steve Schüler zu seinem Nachfolger fest.

So hatten im Vorfeld bereits Frühling und seine Stellvertreterin Birte Schreiber angekündigt, nicht erneut zur Verfügung zu stehen. Ihre Begründung: Ihre Kinder haben die Schule bereits verlassen. Es mache viel mehr Sinn, dass immer Eltern der aktiven Schüler auch den Vorstand stellen, warb Frühling daher um Verständnis. Mit Erfolg. Derzeit hat der Verein 60 Mitglieder.

Aus der Erfahrung der letzten Vorstandswahlen hatte der Vorstand daher bereits auf die Tagesordnung den Tagespunkt „Auflösung des Vereins“ gesetzt, sollte sich kein Vorstand bilden. Diesen Punkt hob die Versammlung allerdings erleichtert auf.

Als immer mehr Eltern und Mitglieder zu der Hauptversammlung kamen und der Sitzungsraum wegen der großen Teilnehmerzahl von über 20 Personen gewechselt werden musste, keimte bei Frühling wie auch Johannes Kempe, Altbürgermeister, Mitbegründer und erster Vorsitzender des Vereins im Jahr 1976, Hoffnung auf Rettung auf.

Ohne lange Pausen, ob es sich nicht jemand überlegen wolle zu kandidieren, wurde Steve Schüler zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er, wie auch Schriftwartin Fanny Dann, die Bernd Christen ablöst, wurden für zwei Jahre gewählt. Für ein Jahr, um damit wieder in einen satzungsgemäßen Rhythmus zu kommen, wurde Oliver Petersen als neuer stellvertretender Vorsitzender gewählt. Er löst Birte Schreiber ab.

„Ohne den Verein würde der Schule viel fehlen“, sagte der neue Vorsitzende Schüler. Seine Schriftwartin Fanny Dann ergänzte, dass sie im Vorfeld schon angesprochen wurden, ob sie nicht den Vorstand bilden wollen. Bevor der Verein aufgelöst werde, sei dies der bessere Weg. „Als Eltern ist man so auch viel näher an der Schule und den Lehrern dran“, ergänzte Gerhardt Muhl, der wie Inga Blümke als Kassenprüfer für den Vorstand aktiv ist. Kassenwartin bleibt noch ein Jahr Vera Hansen. „Die Gemeinde ist auch erleichtert, dass der Verein weiter macht“, erklärte Hartmut Schmidt als stellvertretender Bürgermeister. Der Verein leiste so viel für die Schule und die Schüler, das könnte die Gemeinde nicht ersetzen, stellte er fest.

Schulleiter Ulrich Barkholz dankte dem Verein für die großzügige Unterstützung der Aktivitäten der Schule. Ob Theaterbesuch, DJ-Sponsoring für das jährliche Faschingsfest oder Unterstützung zum AOK-Lauf – der Verein sei immer eine große Stütze.

Nachdem der Verein in 2016 und 2017 bislang nur relativ kleine Aufgaben finanzierte, könnte nun ein größeres Projekt anstehen. So würde die Schule gerne ein öffentliches Mini-Fußballfeld auf dem Schulhof installieren, berichtete Barkholz vom Wunsch der Schule. Fußball und andere Ballspiele „sind bei den Schüler sehr beliebt“, sagte er. Es müsste mit Nettokosten ab 10  000 Euro gerechnet werden. Hinzu kämen noch Kosten beispielsweise für das Fundament und die Entwässerung. Die Schule selber könnte fast 5000 Euro beisteuern, Geld, das die Schüler über Sponsorenläufe in den Vorjahren erliefen, berichtete Vera Hansen.

Der Vorschlag wurde vom Verein wohlwollend zur Kenntnis genommen. Allerdings könne der Verein das nicht alleine stemmen. Es wurde vereinbart, dass die Schule ein Finanzierungskonzept erarbeitet, um dann auch mögliche Zuschüsse von der Fördesparkasse oder von der Gemeinde zu erbitten. Muhl, zugleich Vorsitzender des TSV Rieseby, kündigte ebenso Unterstützung an.

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