Eissport : Eisvergnügen macht Sommerpause

Nach über fünf Wochen endete am Sonntag das Eisvergnügen im Ostseebad Damp. Wenn es trocken war, dann strömten die Besucher auf der Bahn am Hafen.
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Nach über fünf Wochen endete am Sonntag das Eisvergnügen im Ostseebad Damp. Wenn es trocken war, dann strömten die Besucher auf der Bahn am Hafen.

Eislaufbahn nach fünfeinhalb Wochen wieder geschlossen. Betreiber mit Nachfrage und Besuchern zufrieden. Fortsetzung in 2018 noch offen.

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09. Januar 2018, 06:55 Uhr

Damp | „Sonntag war der beste Tag“, sagt Ismet Milicevic. Zuweilen hätten sie fast keine Schlittschuhe mehr zu verleihen gehabt. Und auch Horst Böttcher, Damps Bürgermeister, ist begeistert. „Am letzten Sonntag war es so voll, da konnte man auf der Eisbahn nicht umfallen“, sagt er auf Nachfrage der EZ.

„Es war ein Pilotversuch“, stellt Milicevic fest und gibt sich zuversichtlich, dass das Angebot einer Eislaufbahn im Ostsee Resort Damp interessant und attraktiv für Besucher war. „Ich habe nur Positives gehört und vor allem die Frage, ob wir im nächsten Winter wiederkommen“. Besucher kamen aus der ganzen Region. Milicevic schätzt, dass Besucher aus einem Radius von rund 30 Kilometern um Damp anreisten. Wie viele Besucher am Ende die Bahn genutzt haben, das werde er nun auswerten, so Milicevic.

Ganz klar hing das Interesse an der 360 Quadratmeter großen Bahn vom Wetter ab. War es trocken, dann waren auch immer Gäste auf Kufen unterwegs. Einige Familien kamen fast täglich. Und wenn es regnete, nun, dann mussten sie schon mit viel Einsatz dafür sorgen, das überschüssige Wasser von der Bahn zu schieben. Da er und die Gemeinde, die ihn ja mit dem Betrieb der Anlage beauftragt hatte, mit einer Eislaufbahn noch keine Erfahrung hatten, mussten sie jetzt bei der ersten Mietperiode entsprechend „viel lernen“. So war schnell klar, dass sie mit einem Standort für die Bahn ohne Dach und dem Wind ausgesetzt, besondere Herausforderungen hatten. Sollte man das Angebot im kommenden Winter erneut anbieten, so könnte man vielleicht eine etwas höhere Glasumrandung wählen – als Windschutz. Wind sorgt für eine Austrocknung des Eises und es hinterließ eine leichte Wellenoberfläche. Beides erforderte dann mehr Pflegeeinsatz des Teams.

Sehr gut angenommen wurde das Angebot, die Eislauffläche vormittags vor 12 Uhr für Schulen, Gruppen und Vereine nach Voranmeldung zur Verfügung zu stellen. Einmal kam sogar eine Eishockeymannschaft, „die durfte dann nach Absprache auch mal abends etwas länger trainieren“. Gut genutzt wurden die gastronomischen Angebote an der Bahn, wie Milicevic ergänzt. „Auch hier haben wir viel gelernt. Im Großen und Ganzen war es ein guter Startversuch“. Zurzeit sind er und sein Team dabei, die Außenanlage abzubauen. Die Musikanlage und die Bahnbeleuchtung hatte sein Team bereits am Sonntagabend demontiert. Die Firma Ice-World, die die Bahn vermietet hatte, wird im Laufe der Woche anrücken und die Anlage abbauen. „Es ist alles gut gelaufen“, sagt der Betreiber, lobt und dankt für die sehr gute Zusammenarbeit von Gemeinde, Ostsee Resort Damp und Freiwilliger Feuerwehr Damp.

„Ich hab zu 95 Prozent nur Positives gehört“, sagt Bürgermeister Böttcher. Sobald es trocken war, war auf der Anlage Betrieb, so seine Beobachtung. Ob die Einnahmen am Ende reichen, um den Betrieb zu finanzieren, dass müsse sich zeigen. Er habe aber auch nie erwartet, dass mit dem Angebot ein Gewinn gemacht werden könne. Sein Bauchgefühl sage ihm, dass er der Gemeindevertretung für den kommenden Winter eine Fortsetzung empfiehlt. Dann könne man sicher auch von den Erfahrungen profitieren, die man nun gesammelt habe. Die Anlage hat die Gemeinde mit geplanten Erlösen aus der erstmals erhobenen Übernachtungssteuer gemietet, Milicevic hatte für den Betrieb gesorgt und das Ostsee Resort Damp hat die Fläche zur Verfügung gestellt, so Böttcher.

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