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Treff Eckernförder Eisenbahnfreunde : Eisenbahnfreunde suchen ein neues Zuhause

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Treff Eckernförder Eisenbahnfreunde muss die Unterkunft im Bornbrook verlassen und sucht eine neue Bleibe.

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2016 | 06:19 Uhr

Eckernförde | Für den Treff Eckernförder Eisenbahnfreunde (TEE) brechen harte Zeiten an: Sie müssen demnächst ihr bisheriges Vereinsdomizil verlassen. Die Stadtwerke haben angekündigt, dass sie die Räumlichkeiten im Bornbrook, die sie bislang dem TEE überlassen haben, selbst benötigen. Nun suchen sie händeringend eine neue Unterkunft.

„Wenn wir nichts finden, wissen wir nicht, was wir machen sollen“, bringt es Vereinsmitglied Klaus Vogt auf den Punkt. „Zu Hause haben wir alle nicht genügend Platz.“ Und den brauchen die Hobbybastler. Sie bauen nämlich nach historischen Vorgaben ein Modell der alten Kreisbahn von Eckernförde nach Kappeln aus dem Jahr 1951 inklusive aller 13 Bahnhöfe und Haltestellen. Insgesamt 50 Module in der Größe von 100 x 60 Zentimetern sollen es werden, 15 sind schon fertig. Doch nicht nur sie nehmen viel Platz in Anspruch, auch Werkzeug und Einzelteile müssen untergebracht werden. „80 bis 100 Quadratmeter brauchen wir schon“, sagt Rüdiger Kluge. Die Mitglieder hoffen sehr, dass sich jemand meldet und ihnen eine neue Unterkunft anbieten kann.

Das Problem: Der Verein hat nicht viel Geld. „Die Stadtwerke haben uns 15 Jahre lang, also seit es den Verein gibt, zu einem absolut günstigen Preis untergebracht“, so Kassenwart Klaus Hinrichsmeyer. „Wir sind sehr dankbar dafür, die Stadtwerke sind absolut toll.“ Doch jetzt seien weitere Arbeitsfelder auf die Tochtergesellschaft der Stadt hinzugekommen, wofür mehr Platz benötigt wird. Somit wollen die Stadtwerke jetzt das Haus neben dem Hauptgebäude, das bislang vom TEE und der DLRG genutzt wurde, wieder in Beschlag nehmen, wofür die TEE-Mitglieder volles Verständnis haben.

Bei den knapp 20 Mitgliedern handelt es sich nicht nur um Spieler und Bastler. Ihre Arbeit hat einen historisch bedeutsamen Ansatz. So haben die Mitglieder auch den Bahnhof und den umliegenden Stadtteil mit Innenhafen aus dem Jahr 1951 originalgetreu nachgebaut und zeigen damit das Gesicht Eckernfördes von vor 65 Jahren. Die Anlage steht im Museum, die TEE-Mitglieder führen sie an jedem Fischmarktsonntag im Monat sowie immer dienstags von 14.30 bis 16.30 Uhr vor.

Erst jetzt haben sie ein wichtiges Detail erneuert: Die Drehscheibe der Staatsbahn hat in den vergangenen beiden Jahren kaum funktioniert. Wahrscheinlich gab es Störungen, weil die Elektrotechnik der Drehscheibe Probleme mit der digitalen Schaltung hatte. „Die Bahn hielt immer woanders an als sie sollte“, erläutert Klaus Hinrichsmeyer. „Es war einfach zu viel Elektronik darin.“ Für 370 Euro hat der Verein nun eine neue Drehscheibe mit einem anderen Funktionsprinzip eingebaut, so dass künftig auch dieses Detail von den Besuchern wieder bestaunt werden kann.

>Wer dem Verein eine Unterkunft vermitteln kann, kann sich an Klaus Hinrichsmeyer wenden: Tel. 04351/ 9099305, klaus.hinrichsmeyer@web.de.

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