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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 14:45 Uhr

SSW : Einwohner müssen zustimmen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 28.Jul.2017 | 06:06 Uhr

Eckernförde | >Rainer Bosse, SSW: 2008 wurde im Rahmenplan festgelegt, dass auf dem Exer ein Hotel gebaut werden soll, 2015 wurde der Hotelneubau aufgrund der steigenden Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten erneut diskutiert. Obwohl bei der Diskussion die wegfallenden Parkplätze ausgiebig diskutiert worden seien, und beschlossen wurde, die Stellplätze an anderer Stelle zu ersetzen, habe eine nicht-repräsentative Umfrage der EZ ergeben, das 75 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen eine Bebauung waren – häufigste Begründung: die wegfallenden Parkplätze. „Die SSW-Fraktion wird einer Bebauung nur zustimmen, wenn dies durch die Einwohner der Stadt mitgetragen wird“, erklärte Fraktionsvorsitzender Rainer Bosse. Ob eine Einwohnerversammlung dazu das richtige Mittel sei, stellt der SSW in Frage. Nach einschlägigen Erfahrungen „wäre erst einmal eine Informationsveranstaltung zur Aufklärung der Einwohner sinnvoll.“

Die Parkraumfrage habe der SSW seit längerem als „schwerwiegendes Problem“ erkannt. „Nicht nur bei den öffentlichen Parkplätzen, auch bei den privaten Stellplätzen besteht ein erheblicher Mangel. Zurzeit arbeitet die Verwaltung mit einem veralteten Stellplatzschlüssel für Neubauten, der den aktuellen Anforderungen nicht genügt. Daher regen wir an, einen neuen Stellplatzerlass zu erstellen“, teilte Bosse mit. „Bei den öffentlichen Stellplätzen hoffen wir, dass im Rahmen der Fortschreibung des Parkraumkonzeptes für die Stadt verträgliche Lösungen gefunden werden. Diese sieht die SSW-Fraktion in einer Verlagerung der Stellplätze an die Einfallstraßen der Stadt.“ Nur so könne das Verkehrskonzept umgesetzt und die Innenstadt verkehrsberuhigt werden. „Kapazitäten dürfen auf keinen Fall verringert werden, und wegfallende Stellplätze müssen erst ersetzt werden, bevor gebaut wird.“

Eine Bebauung der Panzerplatte mit einem Hotel stelle für den SSW kein Problem dar. „Wir haben schon in den verschiedensten Gremien eine Bebauung befürwortet.“ Dem SSW sei kein Investor bekannt, der die Stadthalle durch einen Neubau Hotel/Stadthalle ersetzen will. „Sollten sich hier aber Möglichkeiten ergeben, werden wir uns diese anhören und bewerten.“ Ein Umzug der Bücherei in die Willers-Jessen-Schule sei aufgrund der nicht vorhandenen Barrierefreiheit und der räumlichen Kapazitäten verworfen worden. Um die Stadthalle abreißen zu können, müsste die Bücherei erst an anderer Stelle neu errichtet werden. „Dass für die Willers-Jessen-Schule eine Nachnutzung gefunden werden muss, ist auch uns klar.“

Die Touristik habe festgestellt, dass die Hotelkapazitäten nicht der Nachfrage entsprechen. Eckernförde lebe auch vom Tourismus, daher sollten die Übernachtungsmöglichkeiten erhöht werden bzw. erhalten bleiben. Weitere Angebote in den Bereichen Gastronomie und Hotelgewerbe würden zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Eckernförde müsse attraktiv bleiben, um zumindest die jetzigen Zahlen im Bereich Tourismus halten zu können. „Die SSW-Fraktion kann den Unmut vieler Einwohner zum Thema Ferienwohnungen verstehen. Auch wir verfolgen diese Entwicklung eher kritisch.“ Verwaltung und Politik würden sich bald mit diesem Thema beschäftigen, „um notwendige Richtlinien für die Ausweisung von Ferienwohnungen zu erstellen“, erklärte der Fraktionsvorsitzende.

Anregungen und Ideen zur Bürgerbeteiligung nimmt der SSW unter der extra eingerichtete E-Mail-Adresse info@ssw-eckernfoerde.de entgegen.

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