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Einbrüche im Dänischen Wohld : Einwohner in Angst: Einbruchserie geht weiter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bürger in Dänischenhagen wurden über die Feiertage vermehrt Opfer von Einbrüchen.

shz.de von
erstellt am 05.Jan.2016 | 00:00 Uhr

Dänischenhagen | Wieder kommen sie in der Dämmerung, wieder verschaffen sie sich häufig einen Zugang über den rückwärtigen Teil der Einfamilienhäuser – auch über die Feiertage haben die Einbrecher im Dänischen Wohld ihre Serie fortgesetzt.

Während es im Bereich Gettorf etwas ruhiger geworden ist – Polizeihauptmeister Rainer Menzel von der Polizeidienststelle berichtet von drei entsprechenden Einbrüchen in den vergangenen zwei Wochen–, sind die Bürger in Dänischenhagen zur Zeit in höchster Alarmbereitschaft. „Die Anwohner rufen bei mir an und werden immer nervöser“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Steffen. Von sieben Einbrüchen in den letzten Tagen hat er Meldung erhalten und bittet die Einwohner um erhöhte Aufmerksamkeit.

Polizeihauptmeister Heiko Zimmerling von der zuständigen Dienststelle in Altenholz war an vier Einsätzen nach Einbrüchen selbst beteiligt und betont erneut, wie wichtig es ist, dass die Nachbarn aufeinander Acht geben und miteinander reden. „Die Nachbarn können in ihrem direkten Umfeld viel eher erkennen, ob etwas nicht stimmt als die Polizei“, erklärt er. Die Beamten können nicht wissen, wann normalerweise Licht im Haus brennt, oder wann jemand in den Urlaub fährt. Auch empfiehlt er, für ausreichende Beleuchtung zu sorgen. Wenn jemand das Haus im Hellen verlässt, sei es ratsam ein Licht anzulassen oder eine Zeitschaltuhr so zu programmieren, dass es im Gebäude am späten Nachmittag nicht komplett dunkel bleibt. „Licht ist immer ein Faktor“, berichtet Zimmerling. In den meisten Fällen der Einbrüche entscheiden die Täter sich spontan für ein Objekt: Da ist es dunkel, auf Klingeln reagiert niemand, los gehts. Zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr werden die meisten Taten registriert. Dass eingebrochen wird, obwohl sich offensichtlich Menschen oder Tiere im Haus befinden, sei eher die Ausnahme. „In der Regel wollen die Täter keine Konfrontation und nicht gesehen werden“. In Dänischenhagen habe in einem Fall eine Alarmanlage dafür gesorgt, dass die Einbrecher das Weite gesucht haben. Dennoch: Nachbarn, Beleuchtung, Alarmanlage, gute Türen und Fenster – „alles gut, alles hilfreich, aber einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht“, sagt der Polizeihauptmeister.

Bürgermeister Wolfgang Steffen hat Kontakt zur Polizei aufgenommen, um sich über das weitere Vorgehen beraten zu lassen. Solange rät er den Bürgern besonders aufmerksam auf Auffälligkeiten zu achten und im Zweifel sofort die Polizei unter der Rufnummer 110 zu informieren.

In der Nachbargemeinde Strande hat die Aufmerksamkeit der Bürger und eine Informationsveranstaltung geholfen. Rund 200 Bürger hatten den Präventionsabend besucht, rüsten derzeit ihre Häuser nach und haben sich vernetzt. Die Zahl der Einbrüche sei spürbar zurückgegangen, teilte Dr. Holger Klink auf Nachfrage mit. „Als Bürgermeister bin ich über das Zusammenspiel von Polizei, Gemeinde und Bevölkerung außerordentlich dankbar“, erklärte er.

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