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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 23:31 Uhr

Altenholz : Eintauchen in die englische Sprache

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Claus-Rixen-Schule stellt zweisprachiges Unterrichtsmodell vor / Anmeldungen für das nächste Schuljahr noch möglich

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2014 | 06:00 Uhr

„Kennst du viele Sprachen, hast du viele Schlüssel für ein Schloss“, sagte einst der französische Philosoph Voltaire (1694 – 1778). Zumindest einen zweiten Schlüssel bekommen die Schülerinnen und Schüler der bilingualen Klassen an der Claus-Rixen-Schule, an der es ab der ersten Klasse für jeden Jahrgang neben zwei herkömmlichen Grundschulklassen auch jeweils eine zweisprachige Klasse gibt, wie selbstverständlich mit auf den Weg. Eltern zukünftiger Erstklässler waren nun zu einem Schnupper- und Infonachmittag eingeladen, um sich über die Vorteile des bilingualen Unterrichts zu informieren, den die Schule bereits seit 1999 anbietet und damit zu den Vorreitern dieser Unterrichtsform gehört.

Einer der Vorteile ist, dass die Kinder lernen, ohne zu merken, dass sie eine Fremdsprache lernen, wie Englischlehrerin Julia Wolter erläuterte, die zusammen mit ihren Kolleginnen Margit Zavazava, Heike Sieling und Claudia Löhnert den Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Gebäck gestaltete. Das Prinzip ist, dass die Kinder in allen Fächern – außer im Deutschunterricht natürlich – von Anbeginn auf Englisch unterrichtet werden. Julia Wolter nennt es „Sprachbad“ – die Kinder tauchen in die Sprache ein. Offiziell heißt es „Immersion“. Der Schwerpunkt bei dieser Methode liegt dabei immer auf der Vermittlung von Inhalten und der Kommunikation, wobei aber darauf geachtet wird, dass sich die Fremdsprache nicht auf Kosten der Muttersprache entwickelt. „Die Kinder gehen dabei völlig unbefangen an die Fremdsprache heran, zudem fällt es ihnen leichter, weitere Fremdsprachen zu erlernen als denjenigen, die ab der dritten Klasse Englischunterricht im herkömmlichen Sinn erhalten“, betont Julia Wolter.

Auch Eltern von Kindern, die schon die bilingualen Klassen besuchen oder besucht hatten, waren zur Infoveranstaltung gekommen. So wie Elif Thoms, die mit ihrer Familie 2006 nur wegen des Angebots der Claus-Rixen-Schule von Hamburg nach Altenholz zog und deren Ehemann seitdem zwischen Altenholz und seinem Arbeitsplatz in Hamburg pendelt. „Übers Internet haben wir die Schule damals gefunden. In Hamburger Schulen steckte der bilinguale Unterricht seinerzeit noch in den Kinderschuhen, hier in Altenholz waren Kinderkrankheiten aufgrund der langjährigen Erfahrungen bereits überwunden“, so Thoms, deren zwei bilingual unterrichtete Kinder, genau wie sie selbst, nur positive Erfahrungen gemacht haben. Durch die Verknüpfung der Fächer untereinander, in denen auf Englisch unterrichtet wird, lernten die Kinder die Sprache wie automatisch. Viele Eltern scheuen sich laut Elif Thoms vor dem zweisprachigen Unterricht, da sie selbst des Englischen nicht perfekt mächtig sind. „Das spielt gar keine Rolle. Hilfe bei Hausaufgaben ist überhaupt nicht nötig. Die Kinder erlernen die Sprache automatisch wie nebenbei“, so Thoms.

Hintergrund der Veranstaltung war, auf das Angebot aufmerksam zu machen. Gab es in der Vergangenheit Zeiten, in denen gar nicht so viele Kinder aufgenommen werden konnten, wie Anmeldungen vorlagen, ist aktuell nach oben etwas Luft. Dass das Ganze hervorragend funktioniert, zeigten zukünftige Erstklässler, die ihre Eltern zur Veranstaltung begleitet hatten. Sie studierten, auf der Gitarre begleitet von Margit Zavazava, in einem Nebenraum mit Lehrerinnen ein englisches Lied ein – und das klappte. Sie hatten, spielerisch und wie nebenbei, ihren ersten Ausflug in die englische Sprache unternommen und damit die ersten Schritte zu ihrem zweiten Schlüssel absolviert. Und Spaß gemacht hatte es ihnen auch – wie man sehen und hören konnte.

 

❍Infos unter: www.claus-rixen-schule.de > Schwerpunkte > Bili oder unter www.fmks.eu


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