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Museum zum Mitmachen : Eintauchen in das Abenteuer Erde

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Geotanium: Museum und geologischer Spielplatz öffnet am Sonnabend seine Türen in Gettorf / Ausstellung wird um Aktionen und Shows ergänzt

Die Gemeinde Gettorf ist um eine Attraktion reicher: Das Geotanium, ein Museum zum Mitmachen, öffnet am Sonnabend, 11. Oktober, seine Türen in der Eckernförder Chaussee 5. Auf 400 Quadratmetern lädt Diplom-Geologe Johannes Jannsen Kinder wie Erwachsene ein, die Erde zu entdecken.

Schon seit 16 Jahren bietet Jannsen Aktionen wie die Fossilien-Werkstatt, Bernsteinschleifen und Gesteinskunde in der Region an. In der Zeit hat er viel Material gesammelt, das in einer Garage lagerte. Viel zu schade, dachte sich Jannsen und trug sich seit längerem mit der Idee, die Stücke in einer permanenten Ausstellung zu zeigen. In den Räumen des ehemaligen Billard-Cafés setzte er seine Pläne nun um. Herzstück ist die Ausstellung, in der das Anfassen der Exponate ausdrücklich erlaubt ist. So warten im Forschercamp ein Stein, der stinkt, wenn man ihn reibt, ein „Fernsehstein“, der erst auf den zweiten Blick durchsichtig ist, und magnetischer Sand auf die Besucher. In Fühlkissen sind 25 steinerne Schätze versteckt, die sie herausfinden und bestimmen können. Wer sich ein paar Meter weiter im Goldwaschen versucht, darf alles, was er findet, mit nach Hause nehmen – Hämatit, Granat, Olivin und Pyrit hat Jannsen im Sand unter dem Wasser versteckt, in der Edelstein-Mine nebenan sind es Quarze, Bergkristalle und Amethyste.

Ebenfalls im Sand verborgen ist das nachempfundene Skelett des Baryonyx, eines Dinosauriers, der vor 120 Millionen Jahren in der Kreidezeit lebte. „So einer rannte auch mal durch Schleswig-Holstein. Theoretisch könnte man so ein Skelett auch am Strand finden“, erklärt Jannsen. Ein Verwandter des Baryonyx, von dem Knochen in England entdeckt wurden, ist der Spinosaurus, von dem ein Zahn im Geotanium zu sehen ist. Beeindruckend ist auch der Megalodon, ein drei Millionen Jahre alter Zahn eines Hais. Das ausgestellte versteinerte Holz mutet leicht an, ist aber enorm schwer, was die Besucher durch Anheben gern herausfinden können. In mehreren Vitrinen gibt es darüber hinaus Fossilien aus aller Welt zu sehen, Fossilien des Erdaltertums wie auch der Neuzeit. Auf der Zeitleiste der Gesteine sind Exponate vom Holsteiner Muschelgestein bis hin zum Urkalk zu sehen. Um sich das enorme Alter besser vorstellen zu können, hat Jannsen die tatsächlichen Jahre in Steinjahre umgewandelt, wobei ein Steinjahr 20 Millionen Jahren entspricht.

Besondere Stücke wie das Dinosaurier-Ei, das aus China stammt und gut 75 Millionen Jahre alt ist, möchte Jannsen in den Mittelpunkt einer Wissenschafts-Show stellen, die er in Ergänzung zur Ausstellung anbieten wird. Auch ist ein Vortragsprogramm für Erwachsene angedacht, und gern würde der Diplom-Geologe darüber hinaus einen Museumsabend etablieren.

Neben einer Schauwerkstatt und einem Aktionsraum gibt es dann noch einen kleinen Shop, in dem die Besucher schöne Gesteine wie Bergkristalle mit Hämatit, Tigeraugen, Schiefer mit Pyrit oder Baryte finden, aber auch Schmuck, Handschmeichler und dekorative Versteinerungen aus aller Welt.

Zur Eröffnung des „Museums mit geologischem Indoor-Spielplatz“ wie Jannsen das Geotanium nennt, gibt es am Sonnabend um 11 Uhr eine Führung, anschließend können Kinder über die Aktionen in das Abenteuer Erde eintauchen. Danach hat das Museum dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Termine für Schulklassen, Kindergeburtstage und andere Gruppen können unter Tel. 04346/60 29 02 vereinbart werden.

>www.geotanium.de

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erstellt am 07.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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