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Verdachtsgebiet C : „Einsicht und Überzeugung“ für die Käthe-Kollwitz-Straße

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Mitglieder des Bauausschusses haben sich gestern das Gebiet zwischen Bystedtredder und Langemarckstraße angesehen. Das Bauamt sieht keine Notwendigkeit, dort einen Bebauungsplan aufzustellen.

Einst war die Siedlung fest in der Hand des Gemeinnützigen Wohnungsunternehmens (GWU). Doch vor ein paar Jahren verkaufte die Genossenschaft ihre Häuser in der Käthe-Kollwitz-Straße und den anliegenden Stichstraßen, so dass heute rund 90 Prozent in privatem Besitz sind. Gestern sahen sich die Mitglieder des Bauausschusses und interessierte Bürger das Gebiet in der nördlichen Hälfte der Käthe-Kollwitz-Straße zwischen Langemarckstraße und Bystedtredder unter der Leitung des Bauamtes an. Im Katalog der Verwaltung wird es als „Verdachtsgebiet C“ aufgeführt. Zur Erinnerung: Das Bauamt hat mehrere Gebiete mit Buchstaben gekennzeichnet und stellt diese der Politik nach und nach vor. Dabei geht es zentral um die Frage, ob die Aufstellung eines Bebauungsplanes nötig ist, um nicht gewollte bauliche Entwicklungen zu verhindern.

Auffällig ist die einheitliche Gestaltung der Häuser aus dem Jahr 1936. Es handelt sich fast ausschließlich um Doppelhäuser mit roten Ziegeln und roten Dächern. Alle Häuser haben nach hinten raus schmale und lange Grundstücke, die sich für Anbauten eignen. In Zukunft ist laut Bauamtsleiter Roy Köppen mit Ausbaumaßnahmen zu rechnen. „Die informellen Anfragen im Bauamt, was alles möglich ist, häufen sich.“ Da die Anbauten aber hinter den Häusern wären, würden sie das Gesamterscheinungsbild nicht so stark beeinträchtigen. Einzig ein Grundstück gibt es, auf dem ein breiter Anbau entstehen könnte. Da es sich jedoch in der hinteren Ecke des Gebiets mit wenig Publikumsverkehr befindet, würde auch dieser Gebäudeteil das Bild nicht sehr beeinflussen. Roy Köppen: „Hier wird kein Druck gesehen, einen Bebauungsplan aufzustellen.“ Vorstellen könnte er sich jedoch eine Einflussnahme über eine kostenlos in dem Gebiet zu verteilende „Gestaltungsfibel“, in der gute und schlechte Beispiele für anstehende bauliche Maßnahmen wie energetische Sanierungen aufgeführt werden. Ziel soll eine Einheitlichkeit des Gebietes sein, das sich gestalterisch noch im Zustand von vor 75 Jahren befindet. Köppen: „Der beste Weg führt über Einsicht und Überzeugung.“ Einen Beschluss fasste der Ausschuss noch nicht.

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erstellt am 06.Mai.2014 | 05:56 Uhr

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