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Feuer auf Campingplatz : Einsatz gegen Flammen und Gaffer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

35 Brandschützer aus Waabs und Damp löschen Wohnwagenbrand auf Campingplatz. Wehrführer Nis Juhl kritisiert Schaulustige.

Nur noch ein Haufen Schrott sind die beiden Wohnwagen, die am Mittwochabend gegen 20 Uhr auf dem Campingplatz Heide Feuer fingen und komplett ausbrannten. In einem der Wagen waren zudem Gasflaschen explodiert. Ob die Flaschen ursächlich für den Brand waren oder ob ein Kurzschluss den Brand auslöste, konnte der Waabser Wehrführer Nis Juhl gestern gegenüber unserer Zeitung nicht sagen. Neben den Waabser Brandschützern wurde auch die Damper Feuerwehr alarmiert. Insgesamt waren rund 35 Einsatzkräfte vor Ort. Nach rund einer Stunden konnte das Feuer gelöscht werden, Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Auch ein Übergreifen auf weitere Parzellen konnte verhindert werden.

Doch weniger das Feuer kostete die Feuerwehrleute starke Nerven, sondern vielmehr andere Campingplatzbewohner, die die Löscharbeiten behinderten, wie der Wehrführer betonte. „Wir brauchten fünf Mann, um die Gaffer von der Einsatzstelle fernzuhalten“, so Nis Juhl. Diese hätten sich in Gefahr gebracht und den ganzen Einsatz massiv gestört. Hinzu käme, dass einige der Zuschauer während des laufenden Einsatzes mithelfen wollten und teils auch als „Besserwisser“ auftraten. „Vielleicht war es gut gemeint“, so der Wehrführer, „aber das hat den Ablauf unseres eingespielten Teams behindert.“

Auch gestern Vormittag war das Feuer das Thema Nummer eins auf dem Campingplatz, auf dem weitläufig der Geruch von verbranntem Plastik in der Luft hing. Zahlreiche Menschen standen an den Absperrbändern, staunten über die völlig zerstörten Wohnwagen und diskutierten über die Geschehnisse des Vorabends. Platz-Besitzer Karsten Heide hatte Schilder mit der Aufschrift „Bitte nichts anfassen –hoch giftig“ anbringen lassen, um die Leute vor den verkohlten Resten der ausgebrannten Wohnwagen fernzuhalten.

Die Besitzer – Dauercamper, die erst kommende Woche wieder nach Waabs kommen wollten, informierte Karsten Heide umgehend telefonisch. „Fassungslosigkeit“, brachte er die Reaktion auf den Punkt. Auch der Campingplatz-Besitzer war bestürzt. „Sowas braucht keiner“, meinte Karsten Heide zu dem Brand. Heute soll eine Spezialfirma die Überreste beseitigen.

 

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erstellt am 11.Aug.2017 | 08:07 Uhr

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