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2. Handball-Bundesliga : „Einige sind an ihre Grenzen gestoßen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Altenholzer Trainer Klaus-Dieter Petersen nennt Gründe für den Abstieg. „Bei uns fehlte die Kontinuität“, so der Coach.

Auch wenn sportlich das Abenteuer 2. Handball-Bundesliga für die „Wölfe“ nicht optimal verlief und das Team von Trainer Klaus-Dieter Petersen nach einem Jahr wieder in die 3. Liga zurück muss, so überwiegen doch die Erfahrungen und Eindrücke, die der TSV Altenholz aus dieser Saison mitnimmt. Auch für die Spieler, die schon in der zweiteiligen 2. Bundesliga gespielt haben, war die nunmehr einteilig Klasse eine neue Erfahrung. Nicht nur die Wegstrecken haben sich extrem verlängert, auch die Anforderungen sind erheblich gewachsen, und mit den Bedingungen von damals nicht mehr zu vergleichen.

Für das Scheitern der „Wölfe“ gab es viele Gründe. „Bei uns fehlte die Kontinuität. Durch die vielen verletzungsbedingten Ausfällen, mussten wir immer wieder improvisieren“, berichtet Petersen, dass es so schwer war, ein Mannschaftsgefüge weiter zu entwickeln. Zu oft mussten die Altenholzer von einer auf die andere Woche in neuen, nicht eingespielten Formationen antreten. Auch im Training war es durch die Ausfälle oftmals nicht möglich, die spielerische Entwicklung weiter voranzutreiben. Dennoch überraschten die „Wölfe“ immer wieder durch vereinzelte, starke Leistungen.

Der Fokus konnte unter diesen Umständen weniger auf der mannschaftlichen Weiterentwicklung liegen. „Individuell haben sich einige Spieler durchaus weiter entwickeln können. Andere Spieler haben die Erfahrung gemacht, wo ihre Grenzen sind oder woran sie arbeiten müssen, um noch einen Schritt weiter nach vorne zu kommen“, sagt Petersen. Die Spieler mussten schon erkennen, wie groß der Unterschied zwischen 3. Liga und der 2. Bundesliga ist. Besonders im Zweikampfverhalten zeigten sich große Unterschiede. Hinzu kommt auch die athletische Ausbildung. In der 2. Liga ist mehr Athletik gefordert. Da fehlte es bei dem einen oder anderen Spieler doch an der notwendigen Masse.

Bei den „Wölfen“ geht wegen des Abstiegs die Welt nicht unter. Für die kommende Saison in der 3. Liga werden die Weichen gestellt. Von einem direkten Wiederaufstieg redet niemand in Altenholz. Doch es wird nicht ausgeschlossen, das Ziel in absehbarer Zeit wieder ins Auge zu fassen. Trainer „Pitti“ Petersen wird auch in der kommenden Saison dem TSV Altenholz, so wie es aussieht, weiter treu bleiben. Nach dem sein Vertrag beim THW Kiel als Jugendkoordinator zum 30. Juni aufgekündigt ist, wird er sich aber beruflich verändern, nicht mehr Vollzeit-Trainer sein. „Ich werde die Mannschaft dann zusammen mit Sebastian Opderbeck trainieren“, erklärt Petersen, für den aber in Zukunft der Beruf mehr im Vordergrund stehen wird. Die Anforderungen als Trainer und Berufstätiger sind im Team natürlich deutlich leichter zu bewältigen.

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