Eine "unverzichtbare Säule der Gefahrenabwehr"

Landesbeauftrager Dierk Hansen und Ortsbeauftragter Christian Köhn gratulieren Karsten Müller-Janßen (v.r.) zum Ehrenzeichen in Bronze.
Landesbeauftrager Dierk Hansen und Ortsbeauftragter Christian Köhn gratulieren Karsten Müller-Janßen (v.r.) zum Ehrenzeichen in Bronze.

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02. Februar 2009, 05:59 Uhr

Eckernförde | Das Technische Hilfswerk hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Ortsbeauftragter Christian Köhn warf bei der Jahresabschlussbesprechung am Freitagabend einen Blick zurück: Insgesamt 28 Mal wurden die Kameraden gerufen, gleich im Januar unterstützte das THW die Feuerwehr bei einer Bergung einer Person aus der Ostsee. Im Juni half es, den Wasserrohrbruch im Windebyer Weg, bei dem ein Haus unterspült worden war, abzudichten. Im Dezember halfen die THW-Mitglieder bei der Suche nach einem Jugendlichen in Groß Wittensee.

Als Höhepunkte des vergangenen Jahres nannte Köhn unter anderem die Notrufveranstaltung in der Frau-Clara-Straße und eine Großübung auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Carlshöhe.

Eine seltene Ehrung konnte Köhn an diesem Abend vornehmen: Für seine stete Einsatzbereitschaft wurde Zugführer Karsten Müller-Janßen (42) vom Landesbeauftrageten Dierk Hansen mit dem Ehrenzeichen in Bronze - dem "Bundesverdienstkreuz des THW" - ausgezeichnet. Müller-Janßen erhielt zudem die Einsatzmedaille des Landes Mecklenburg-Vorpommern für seine Verdienste im Stab beim G8-Gipfel in Heiligendamm.

Das Helferzeichen in Gold mit Kranz erhielten Andreas Dördelmann und Jan Thomsen, mit dem Helferzeichen in Gold wurden Tracy Ehlert und Eicke Harnberg-Jordt ausgezeichnet. Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurde Michael Jordt ausgezeichnet, für 20 Jahre Arne Fischer, für zehn Jahre Nils Hünefeld.

Insgesamt haben die THW-Mitglieder im vergangenen Jahr 14 876 Stunden geleistet - erneut eine Steigerung um knapp 1500 Stunden zum Vorjahr. Ganz vorn dabei war Sören Pofitlich mit 1290 Stunden.

Der Ortsverband zählt 99 Mitglieder inklusive Alt- und Reservehelfern und der 16-köpfigen Jugendgruppe. "Nachwuchsprobleme haben wir nicht", sagte Christian Köhn, der im vergangenen Jahr für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt und von der Stadt Eckernförde mit der Ehrennadel ausgezeichnet worden war. Als Höhepunkt der THW-Arbeit für das laufende Jahr bezeichnete er das Konzert von Rod Stewart im Juli am Südstrand.

"Eckernförde gehört zu den guten, engagierten Ortsverbänden", machte Landesbeauftragter Dierk Hansen deutlich. Dem konnte sich Bürgermeister Jörg Sibbel nur anschließen: "Das THW ist eine unverzichtbare Säule der Gefahrenabwehr", sagte er, der Einsatz "gar nicht zu bezahlen."

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