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Müll : Eine unterirdische Lösung für den Kirchplatz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Viele Mülltonnen stören das Stadtbild. Deshalb hat die Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde ein Niederflursystem für die Müllentsorgung vorgestellt.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2015 | 05:58 Uhr

Eckernförde | Sie sind vielen Eckernfördern ein Dorn im Auge: die Mülltonnen und -container, die rund um die St.-Nicolai-Kirche stehen und keinen schönen Anblick bieten. Im Umweltausschuss am Donnerstagabend hat deshalb Bernd Zühlke von der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) vorgestellt, wie eine Alternative aussehen könnte.

Im Mittelpunkt stehen dabei sogenannte Unterflursysteme, bei denen Müllbehälter unterirdisch installiert werden und überirdisch nur die Befüllungsstationen sichtbar wären. In Kiel seien diese Systeme weit verbreitet, im Kreis Rendsburg-Eckernförde werde in Altenholz demnächst das erste installiert.

Die unterirdischen Behälter werden in verschiedenen Größen angeboten. Sie werden von einem Spezialfahrzeug mit einem Kranausleger geleert. Dabei muss der Grundstückseigentümer für die Grube und deren Betonierung finanziell aufkommen, die Unterflurbehältnisse werden von der AWR eingebaut und vermietet. Die Kunden müssten weiterhin das Entgelt für die Müllabfuhr bezahlen plus die Miete für das Unterflursystem.

Bei seinem letzten Besuch in Eckernförde habe er 15 Mülltonnen und -container gezählt, sagte Bernd Zühlke. Diese Zahl habe er als Grundlage für erste Berechnungen genommen. Demnach würden auf den Nutzer einer 120-Liter-Mülltonne monatlich Mietkosten von 1,55 Euro zukommen, bei 1100 Litern wären es 14,19 Euro. Einen Vorteil hätte das System: Statt 14-tägig für die Abfuhr zum Beispiel von Bio- und Restmüll angefahren zu werden, müsste es nur alle sechs Wochen geleert werden. Durch ein Zweikammersystem des Müllfahrzeugs könnten auch zwei Fraktionen mit einer Anfahrt geleert werden. Dadurch würden sich die Anfahrten um 50 Prozent reduzieren. Voraussetzung für die Installation eines solchen Systems ist ein geeigneter Baugrund, eine angemessene Entfernung zwischen dem Standplatz und der Anfallstelle des Abfalls sowie die uneingeschränkte Anfahrbarbeit für die Sammelfahrzeuge.

Alternativ gäbe es Halbunterflursysteme aus Kunststoff, bei denen der obere Teil der Müllbehälter aus dem Boden ragen würden. Sie wären wegen einer weniger aufwändigeren Installation etwa um die Hälfte günstiger.

Der Ausschuss nahm den Vortrag zur Kenntnis und wird sich weiter mit dem Thema beschäftigen. Vor drei Jahren hatte die Verwaltung ein System versenkbarer Müllanlagen für 35000 Euro vorgestellt.

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