Rummelpot : Eine Tradition geht zu Ende

Auch zum Jahreswechsel 2017 / 2018 kommen Mitglieder der Waldjugend bei Förster Thomas Kahn (1.v.l.) und seiner Frau Marita (2.v.l.) vorbei. In diesem Jahr zum letzten Mal: Am 1. Mai übernimmt Annika Valentin die Försterei Hütten.
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Auch zum Jahreswechsel 2017 / 2018 kommen Mitglieder der Waldjugend bei Förster Thomas Kahn (1.v.l.) und seiner Frau Marita (2.v.l.) vorbei. In diesem Jahr zum letzten Mal: Am 1. Mai übernimmt Annika Valentin die Försterei Hütten.

Waldjugendmitglieder verbringen den Jahreswechsel im Forst / Zum letzten Mal ist Thomas Kahn der erste Stopp beim Rummelpottlaufen.

shz.de von
02. Januar 2018, 06:18 Uhr

Hütten | Wenn es an Silvester abends an der Tür klingelt, weiß Förster Thomas Kahn schon, wer draußen stehen könnte: Seit rund 30 Jahren kommen am letzten Tag des Jahres Waldläufer bei ihm vorbei. Sie laufen Rummelpott und hier beim Förster ist jedes Jahr der erste Halt. Für ihn ist das Tradition, berichtet Thomas Kahn und fügt hinzu, dass er auch jedes Jahr zu Hause war, als die Mitglieder der Waldjugend beim Rummelpottlaufen bei ihm Halt machten. Und genau diese Tradition endet jetzt: Am 1. Mai übernimmt Annika Valentin die Försterei Hütten. Wenn die Waldjugend in diesem Jahr an Silvester zum Rummelpottlaufen aufbricht, wohnt Thomas Kahn in Bistensee. „Nächstes Jahr werden sie meine Nachfolgerin besuchen“, sagt der Förster. Ein bisschen Wehmut sei dabei, aber „alles hat seine Zeit“.

Selbst sei er noch nie mitgelaufen, berichtete Thomas Kahn. In diesem Jahr hätten sie ihn gefragt, ob er mitkommen wolle, weil es für ihn das letzte Mal sei, berichtet der Förster. Aber das sei nicht so seins, sagt er. Oft hätten sie sich aber abends nach dem Rummelpottlaufen getroffen, wenn er in Ascheffel oder Hütten Silvester gefeiert habe, oder wenn er zu Hause gefeiert habe, bei der Rückkehr der Waldläufer nach ihrer Runde.

Bevor die Waldläufer am Sonntag zum Rummelpottlaufen aufbrachen, trafen sie sich schon einige Tage früher im Hüttener Forst, um das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen. Außerdem musste Feuerholz gemacht und so der Holzvorrat aufgestocktwerden. Denn mit dem Holz werden die Hütten geheizt. „Da braucht man einen ordentlichen Vorrat“, sagt Lukas Böttger. Außerdem mussten einige kleine Sachen erledigt werden. So wurden unter anderem ein Fenster ausgebaut und zur Reparatur gebracht sowie ein Schloss ausgetauscht. „Es ist ein großes Gelände, das ständig in Benutzung ist“, sagt Lukas Böttger. „Da geht immer mal was kaputt oder verschleißt.“

Der 21-Jährige ist seit diesem Jahr der Landesleiter der Deutschen Waldjugend Landesverband Nord. Ihm zur Seite stehen die stellvertretende Landesleiterin Beeke Sievers, Pressereferentin Gesa Derda, Landesschatzmeisterin Manda Steinhauser und Landesgeschäftsführerin Julia Pohl. Dazu kommen noch verschiedene Referenten, die sich um bestimmte Bereiche wie Biologisches und Kindeswohl kümmern.

Zuvor war Lukas Böttger, der aus Ahrensburg kommt, ein Jahr lang Pressereferent. Es sei schon sinnvoll, schon ein bisschen Überblick zu haben, sagt er. Landesleiter zu sein, sei eine „super Chance“, seine Ideen von Waldjugend und Jugendarbeit einfließen zu lassen. Sein Vorgänger Yannik Hofmann werde ihm anfangs etwas unter die Arme greifen. Die Landesverbandsarbeit, wie sie jetzt ist, sei schon sehr souverän. Für ihn sei es wichtig, auf die einzelnen Gruppen einzugehen und mit den Gruppenleitern zu reden, was sie brauchen und wie sie unterstützt werden könnten. „Die Beziehungen in der Waldjugend sind sehr eng“, sagt Lukas Böttger. „Vielleicht kann man das noch verstärken.“

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