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Technisches Hilfswerk : Eine Tiereinsatzgruppe für den Notfall

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Technische Hilfswerk Eckernförde hat im vergangenen Jahr knapp 17 000 Dienststunden geleistet. Eine neu eingerichtete Gruppe hilft bei Unfällen ölverschmutzten Tieren.

Technische Grenzen bei Feuerwehr, Polizei und anderen Hilfsorganisation sind meist der Anlass, wenn das Technische Hilfswerk (THW) ins Spiel kommt. So schlugen bei der Ortsgruppe Eckernförde im vergangenen Jahr zwölf Einsätze zu Buche, die mit 1757 Stunden zwar nur ein Viertel des Vorjahres betrugen, jedoch mit 4424 Ausbildungs- und 16  867 Dienststunden viel ehrenamtliches Engagement bewiesen.

THW-Ortsbeauftragter Michael Marszalek nannte bei der Jahresabschlussbesprechung am Freitagabend Einsätze mit Wassereinbruch, Unterstützung der Touristik GmbH bei der Strandkorbrettung im Mai, Personensuche zu Land und zu Wasser – Letzteres mit einem speziellen Ortungssonar, das nur bei der Eckernförder Ortsgruppe vorhanden ist – und nicht zuletzt zahlreiche Veranstaltungen, bei denen das spezielle technische Know How der blauen Truppe gefragt war. Vielen dürfte noch die Überflutung der Landestraße L26 bei Hohenstein im Dezember in Erinnerung sein, wo mit enormer Pumpleistung 19  000 Liter Wasser in der Minute bewegt wurden. Großübungen in Polen, aber auch die gemeinsame Rettungsübung mit dem „Notruf Eckernförde“ zur Rettung Verschütteter an der Steilküste konnten unter „erfolgreich“ verbucht werden.

Neu aufgestellt wurde vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig Holstein (LKN-SH) unter der Regie des THW eine Ölwehr, die speziell ausgerüstet, bei ölverschmutzten Tieren zum Einsatz kommt. Hier übergab der Beauftragte des LKN-SH, Peter Mause, einen Spezialanhänger, der die besondere Ausrüstung der Tiereinsatzgruppe aufnimmt.

Ob bei Veranstaltungen oder Notfällen – die richtige Menge Strom vor Ort zu haben, stellt auch für das THW eine Herausforderung dar, doch war es bislang unkompliziert, dass die Stadtwerke dem THW bei Bedarf ein leistungsstarkes Stromaggregat zur Verfügung stellte. Zu welcher Bedeutung mobile Stromversorgung gelangt ist, machte Stadtwerkechef Dietmar Steffens im Rahmen seines Grußwortes deutlich. Er betonte, das Energie immer stärker unter den Einfluss nicht kalkulierter Größen wie Wind und Solar fällt und damit die Gewährleistung einer stabilen Stromversorgung ein Kernproblem darstellt. Aus dieser Notwendigkeit erhalten die Stadtwerke demnächst ein weiteres Hochleistungsaggregat, das beispielsweise die komplette Versorgung der Imlandklinik übernehmen könnte. Auch dessen Nutzung stellte Steffens in Aussicht.

Galt die Eckernförder THW-Liegenschaft in den 80er-Jahren als eine der modernsten überhaupt in Schleswig-Holstein, platzt sie inzwischen aus allen Nähten. So reicht die Stellfläche für Fahrzeuge in den Hallen nicht mehr aus, auch mangelt es an Platz für wichtige Funktionsräume wie Werkstatt, Büro- und Jugendraum. Rund ein Drittel mehr an Platzbedarf wurden im zuständigen Referat beim Landesverband angemeldet, Referatsleiterin Editha Meckelnburg stellte zwar keine schnelle Abhilfe in Aussicht, betonte aber, dass der Mangel erkannt sei und Eckernförde in der Mittelvergabe berücksichtigt werde.

Im Anschluss erfolgten die Ehrungen. Hier erhielt für besondere Leistungen Roger Mathieu aus der Hand von Meckelnburg das THW-Helferabzeichen in Gold. Aus der Hand von Landesgeschäftsführer Claas Sanner erhielten Silke Jürgensen, Johanna Marszalek und Lukas Manuel Merchel das Dienstabzeichen für zehn Jahre Mitgliedschaft, mit dem Dienstzeitabzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Thomas Jürgensen geehrt. Die Einsatzmedaille „Fluthilfe 2013“ erhielten nachträglich Simon Peter Merchel, Christian Köhn, Björn Märten, Eicke-Daniel Hardenberg-Jordt, Malte Klos, Jens-Dirk Jochimsen und Susanne Strandberg. Die Helfer mit den höchsten Stundenzahlen des vergangenen Jahres, Torsten Wolfgramm, Andreas Aschendorf und Yannik Merchel (933, 907 und 638 Stunden) wurden mit Sachpreisen ausgezeichnet.

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