Eine "Süße Ecke" im Haus Schwansen

Gut gelaunt: Marianne Kahlau inmitten ihrer Kinder ist immer gerne Gast im hauseigenen Café. Foto: Haulsen
Gut gelaunt: Marianne Kahlau inmitten ihrer Kinder ist immer gerne Gast im hauseigenen Café. Foto: Haulsen

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07. November 2011, 03:59 Uhr

Rieseby | "Bei uns gibt es Schokolade...." - den Text des alten Gassenhauers von Trude Herr hatten die ehrenamtlich tätigen Damen des Cafés "Süße Ecke" einfach abgewandelt, um anlässlich des fünften Geburtstags der Einrichtung im Pflegeheim Haus Schwansen, die Bandbreite des süßen Angebots darzulegen. An jedem Freitag ab 14 Uhr gibt es dort ein Kuchenbuffet mit hausgemachten Torten, Kuchen und Kaffeespezialitäten. Mit weißen Rüschenschürzen gekleidet schaffen die Damen an den kleinen, fein gedeckten Tischen eine wahre Kaffeehausatmosphäre.

Die "Süße Ecke" ist ein echtes Qualitätsmerkmal des Hauses Schwansen geworden. Heimleiterin Christine Petersen würdigte die "Süße Ecke" als ein besonderes Café. Vielen Bewohnern des Hauses ist es aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung nicht mehr möglich, öffentliche Restaurants und Cafés zu besuchen. Die Idee, das Café dann einfach zu den Bewohnern zu bringen, wurde vor fünf Jahren in die Tat umgesetzt und erfreut sich stetig größere Beliebtheit.

Im Café arbeiten heute rund 15 Mitarbeiterinnen in ihrer Freizeit und ehrenamtliche Helferinnen. Unterstützt wird das Café von der Gründerin des Heims, der Heimfürsprecherin und Betreiberin sowie Angehörigen. Die Koordinatorin für das Café-Team, Sigrid Besler, begründet das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiterinnen: "Hier haben wir die Möglichkeit, unsere Bewohner auf einer ganz anderen Ebene zu erleben und mit den Familien ins Gespräch zu kommen. Zu erleben, wie gut den betroffenen Familien diese besondere Einrichtung tut, ist für jeden von uns ein Gewinn". Aber auch von außen kommt Hilfe. "Mir ist es immer sehr gut gegangen; jetzt habe ich hier die Gelegenheit, denen etwas zu geben, denen es gesundheitlich nicht gut geht", erklärt Karin Lorey ihr ehrenamtliches Engagement.

Neben den Bewohnern des Hauses kommen auch ihre Angehörigen gerne ins Café. Dort treffen sie sich mit anderen Betroffenen und haben so die Gelegenheit, sich auszutauschen. "Man kann sich gar nicht vorstellen, dass in einem Heim ein solches Café existiert", sagt Karl-Heinz Kahlau, der zusammen mit seiner Frau regelmäßig seine Mutter im Haus Schwansen besucht. Er lobt den Service und die Atmosphäre, die jeden Hauch von Pflegeheim sehr schnell vertreibe. Marianne Kahlau, die im Haus Schwansen wohnt, liebt das Café. "Ich bin immer gerne hier, einfach weil es so schön ist" schwärmte sie.

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