zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 19:14 Uhr

Zweigpraxis : Eine Sprechstunde in der Möhl

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gabriele Lorentz öffnet am 1. Oktober eine Zweigpraxis für Allgemeinmedizin. Sprechzeiten immer donnerstags.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2015 | 06:05 Uhr

Schinkel | Zehn Jahre hat sie eine Landarztpraxis im Allgäu geführt. Nun hat es Gabriele Lorentz und ihre Familie zurück nach Norddeutschland gezogen und auch hier reizt sie die Arbeit im ländlichen Bereich.

Studiert hat Gabriele Lorentz in Kiel, dort hat sie auch ihren Mann kennengelernt. Die ersten Erfahrungen in einer Praxis sammelte die 50-Jährige auf Fehmarn, bevor sie in Essen eine chirurgische Weiterbildung anschloss. In Hameln machte sie ihren Facharzt für Allgemeinmedizin. 2003 zog sie mit ihrem Mann und den drei Kindern ins Allgäu und übernahm eine Praxis in Buchenberg bei Kempten.

Seit dem 1. April hat sie eine Praxis für Allgemeinmedizin in Kiel-Wellingdorf übernommen und kümmert sich gemeinsam mit drei Mitarbeiterinnen um die Patienten. „Es ist eine kleine Praxis, ich kann die Arbeit gut mir der Familie koordinieren. Das war mir immer wichtig“, sagt die Ärztin. Aber der Gedanke an eine Landarztpraxis ging ihr trotzdem nicht ganz aus dem Kopf. Sie hörte davon, dass die Gemeinde Schinkel seit September 2013 ohne ärztliche Versorgung ist. Die Ärztin, die ging, hatte aber den Praxissitz mitgenommen, sodass sich derzeit nicht einfach ein Arzt oder eine Ärztin in der Gemeinde niederlassen darf. Aber die Bürgermeisterin Sabine Axmann-Bruckmüller überzeugte Gabriele Lorentz, sich über die Möglichkeiten einer Zweigpraxis zu informieren. Und zur Freude der beiden stimmte die Kassenärztliche Vereinigung zu.

Auch wenn heute noch nichts darauf hinweist: Ab Donnerstag, 1. Oktober, soll in den ehemaligen Räumen des Geldinstituts in der Schinkeler Möhl eine Sprechstunde für Allgemeinmedizin angeboten werden. Der Raum wird Gabriele Lorentz von der Gemeinde dazu mietfrei zur Verfügung gestellt. Jeden Donnerstag von 15 bis 18 Uhr will sie hier Patienten empfangen – zunächst ganz allein. „Ich muss erst einmal sehen, wie das Angebot angenommen wird“, sagt sie. Außerdem lege sie auch in ihrer Praxis in Wellingdorf bei vielen Dingen am liebsten selbst Hand an. Vom Blut abnehmen bis zum EKG schreiben – „ich mach gern vieles selbst. Dann hat man den direkten Kontakt und ist näher am Patienten. Das ist persönlicher und spart oft Zeit“, sagt die Ärztin. Wenn die Nachfrage da ist, würde sie sich gern im Ort nach einer Hilfskraft umsehen. Alles weitere müsse sich entwickeln, aber eins ist Gabriele Lorentz wichtig: „Es kann in Schinkel zurzeit nur eine Zweigpraxis sein. Ich bin verpflichtet, meine Praxiszeiten in Wellingdorf zu erhalten und für meine Kieler Patienten da zu sein.“

 

 

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen