Schuljubiläum : Eine Schule fest verankert im Ort

Die Schule Barkelsby feiert 200 Jahre. Im Amphitheater sitzen die Besucher beim offiziellen Teil. Schulleiter Klaus Düllmann (l.) blickt stolz auf seine Schüler (alle mit einheitlichen Kappen), die dem Takt von Musiklehrerin Petra Möller beim Lied „Komm lieber Mai“ folgen.
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Die Schule Barkelsby feiert 200 Jahre. Im Amphitheater sitzen die Besucher beim offiziellen Teil. Schulleiter Klaus Düllmann (l.) blickt stolz auf seine Schüler (alle mit einheitlichen Kappen), die dem Takt von Musiklehrerin Petra Möller beim Lied „Komm lieber Mai“ folgen.

200 Jahre Schule in Barkelsby. Sommerfest mit Spielen, Ausstellung, Kindergildekönigen und Umzug.

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26. Mai 2018, 06:58 Uhr

Eckernförde | Groß und Klein, Alt und Jung feierten gestern Nachmittag ein rauschendes Schulfest an der Barkelsbyer Schule. 200 Jahre Schulgebäude an dem Standort sind mehr als ein Grund, mit Kindern, Eltern, Lehrern, Mitarbeitern, Ehemaligen und der ganzen Gemeinde zu feiern, begrüßte Schulleiter Klaus Düllmann im Amphitheater.

Noch vor 20 bis 30 Jahren war die kleine Dorfschule „auf der Intensivstation“, dramatisch war die Zeit, als viele Schulen in der Region schlossen. „Dass wir heute da sind, ist nicht selbstverständlich“ hob er hervor. Und auch wenn Außenstehende die Dorfschule gerne als Bullerbü-Schule mit all ihrer Idylle sähen, so sei auch in Barkelsby nicht nur heile Welt. „Wir haben viele verschiedene Kinder, unsere Aufgabe ist es, die Herausforderungen anzunehmen“, sagte er. Das gelinge, weil alle, angefangen bei Eltern, Lehrern, Schulassistenten und -begleitern wie auch Bundesfreiwilligen-Dienstlern, viel Wert auf die Betreuung der Kinder legen.

Bürgermeister Fritz Blaas, der in den 50er-Jahren selber dort zur Schule ging, skizzierte die bauliche Entwicklung der Schule. Er richtete seinen Dank an das ganze Schulteam und überbrachte als Geschenk der Gemeinde die Zusage für den Kauf eines Hangel- und Klettergerüstes. Gerd Feige, Bürgermeister aus Loose, zollte der Schule großen Respekt und Anerkennung für ihre Entwicklung. „Alle ziehen an einem Strang, das ist Ihr Verdienst Herr Düllmann“. Der so Gelobte gab den Dank an sein Team weiter. Bevor verschiedene Gruppen das in den Werkstatttagen erlernte im Amphitheater vorführten, ergriff die designierte Schulrätin im Bereich Nord des Kreises, Kerstin Engels, das Wort. Sie folgt ab 1. Juni auf Frauke Deuble und empfand den Besuch in Barkelsby als gelungenen Einstand. Sie habe eine sehr lebendige Schule und eine tolle Schulgemeinschaft in der Kürze der Zeit erlebt.

In der Arena wurden Leibesertüchtigung, Plattdeutsch, Tanz und Volkslieder präsentiert. Dann gab es für die Schüler, die Dank der Arbeit von vier Elternteilen jeweils eine einheitliche Schulmütze erhalten hatten, kein Halten mehr. Auf dem Schulhof gab es alte Spiele wie Apfelbeißen, Sackhüpfen, Balancieren, Dosenwerfen und vieles mehr. Im Schulhaus lud eine Ausstellung „Schule früher“ ein, wo Hannelore Schmidberger mit ihrer Enkeltochter Lynn Elise alte Schulfotos und Schulutensilien bestaunte, und auch ein Foto mit sich als Volksschülerin fand. Dort erfuhren Besucher auch, dass es bereits seit 1710 eine Schule in Barkelsby gab.

Als wohl älteste ehemalige Schülerin nahm Ilse Schröder (91) am Fest teil. Sie besuchte 1934 die Schule. Damals waren sie mit über 70 Kindern in zwei kleinen Räumen. „Heute ist alles anders“. Mit einem Blumenumzug endete das Fest.

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