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„Sauberes Schleswig-Holstein“ : Eine saubere Sache – Eckernförder sammeln Müll

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Über 130 Helfer beteiligen sich an landesweiter Aktion in Eckernförde

Ein letzter Zug, Rauch wird in die Luft geblasen. Achtlos wird der noch glühende Stummel an Ort und Stelle fallengelassen. Am Hafen wird gefeiert. Lachen dringt durch die Gassen, Glas klirrt, das Scheppern von Dosen ist zu hören. Der Wind fegt über den Platz, trägt die leichte Aludose mühelos mit sich. Fast lautlos trifft sie auf dem Wasser auf, füllt sich langsam und versinkt. Der Müll breitet sich allmählich in der Stadt aus. Er wird unbemerkt verloren oder auch ganz bewusst weggeworfen. Im Rahmen der Aktion „Sauberes Schleswig-Holstein“ zogen am Sonnabend Vereine und Bürger gemeinsam los, um ihre Stadt vom Müll zu befreien. Insgesamt nahmen über 130 Helfer an der Aktion teil.

Bei nur fünf Grad Wassertemperatur stiegen sieben Freiwillige des Tauch-Sport-Club Eckernförde ins Hafenbecken, unterstützt von zusätzlichen Helfern an Land. Nicht nur Dosen und Flaschen liegen in vier bis sechs Metern Tiefe auf Grund. Nach einer halben Stunde zog Matthias Neumann einen Stuhl an Land: „Ein paar Stühle sind eigentlich immer dabei.“ Doch es kam noch mehr: erst ein Einkaufswagen, danach ein Fahrrad. „Sonst haben wir viel mehr Plastik gefunden“, sagte Neumann. Die Kollegen nebenan waren ebenfalls erfolgreich: Etliche Stühle und ein Tisch säumten den Platz vor der Brücke. Das Arrangement wurde von manch einem Touristen fälschlicherweise für Kunst gehalten.

Maren Quast von der Bauverwaltung war erfreut über die rund 35 Helfer, die unabhängig von Vereinen teilnahmen. „So viele waren es noch nie.“ Viele Familien mit Kindern waren unterwegs. Marianne Gimm befreite mit dem kleinen Felix Höneise den Wismarweg und die Umgebung des K7 von achtlos weggeworfenem Müll. Einen Sack prall gefüllt mit jeder Menge Glasflaschen hatten sie auf ihrem Fahrrad transportiert. Auch die Jugendfeuerwehr zeigte vollen Einsatz: Mit 16 Leuten brachten sie drei große Müllsäcke vom Noorwanderweg mit.

Renate Wittke und Herta Voigt waren für die Kleingärtner unterwegs. Rund um ihre Kolonie Pupke sowie an der B  76 und um das EMTV-Heim sammelten sie Unrat, der fünf große Säcke füllte. „Es war sehr mühsam den Kleinkram wie Kaugummipapier aus den Gebüschen herauszufummeln“, so Herta Voigt.

Ebenfalls dabei: die Pfadfinder Eckernförde. Drei große Säcke Müll sowie drei volle Eimer kamen bei ihrer Tour am Hafen und in der Innenstadt zusammen. Auffallend war die extrem große Anzahl an Zigarettenkippen, die die jungen Leute fanden und von der Straße pickten.

Nach zwei Stunden Arbeit konnten sich alle Teilnehmer auf eine von der Stadt gestellte Suppe sowie Getränke im Feuerwehrhaus freuen.

 



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