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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 03:05 Uhr

Eine Reise durch die Geschichte der Folkmusik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 11.Feb.2014 | 00:33 Uhr

Parallel zu „Tears for Beers“ im Spieker ging es am Sonnabend auch woanders folkig zu: „Hüttenfolk“ verließen die Hüttener Berge, um ihre Stücke im „Haus“ zu präsentieren – und spielten dort vor vollen Rängen. Die sechs Musiker um Franz (Gitarre, Bouzouki, Ukulele, Mundharmonika, Gesang) und Michael Organista (Gitarre, Sologitarre, Mandoline, Mundharmonika, Gesang), Jürgen Struck (Dobro, Mandoline, Gitarre, Banjo, Gesang), Jan Markmann (Bass), Stephie Johannsen (Cajon, Congas, Percussion, Flöte und Gesang) und einen Gast, haben aufgefahren, was der Musikalienhandel zu bieten hat. Ihrem Anspruch, die meist zeitkritischen Stücke „eigenwillig“ und „typisch Hüttenfolk“ zu interpretieren, werden sie gerecht – bei einigen Zuhörern war die Begeisterung so groß, dass sie das Geschehen auf der Bühne kommentierten und so in einen direkten Dialog mit Franz Organista traten.

Zum Repertoire gehören plattdeutsche, deutsche, englische, dänische oder amerikanische Lieder, mit denen die Gruppe das Publikum unterhielt. „Anglerlatein“ kommt auf plattdeutsch daher und plätschert sich angenehm, wie warmer Regen im Angelteich morgens um vier, in die Ohren. In „Joe Hill“ wird die Erinnerung an den schwedischen Auswanderer Josef Hillström wach gehalten, der die erste Gewerkschaft in den Vereinigten Staaten gründete, zu Unrecht verurteilt und hingerichtet wurde.

Der eine oder andere Song Song kommt stimmlich etwas dünn rüber und manchmal wirken mehrstimmige Parts nicht hundertprozentig eingespielt. Die Zuhörer genießen den Abend trotzdem. „Wir sind zum ersten Mal hier und interessieren uns ein bisschen für diese Musik“, so Irmgard Filberg aus Ascheffel. Ihr Mann Karl-Heinz bestätigt das: „Die ganze Atmosphäre, man sitzt hier ja wie im Wohnzimmer. Sonst gehen wir gerne zum Jazzfrühschoppen auf Carlshöhe.“ Ob er sich bei „Karl-Heinz“ und „Anglerlatein“ angesprochen fühlt? „Das war witzig. Ich angele aber nicht.“

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