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Eckernförder Zeitung

15. Dezember 2017 | 07:48 Uhr

Jahresempfang : Eine pulsierende Kirchengemeinde

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Feierliche Stimmung beim 6. Jahresempfang in der Vater-Unser-Kirche. Verkauf am „Eine-Welt-Kiosk“ ergab 230 Euro. Manfred Ninnemann wurde nach vielen Jahren der Mitarbeit aus dem Kirchenvorstand verabschiedet.

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erstellt am 01.Dez.2015 | 17:58 Uhr

Osdorf | Inzwischen zu einer schönen Tradition geworden: Der sechste Jahresempfang in der Vater-Unser-Kirche sorgte erneut für ein volles Gotteshaus. Der erste Advent, Kirchweih und Empfang hatte zahlreiche Gäste aus Politik, Vereinen und Verbänden trotz Sturm und Regen aus ihren Häusern in das Gotteshaus gelockt.

Neben Amtsvorsteher Kurt Arndt waren auch Amtsdirektor Matthias Meins sowie die Bürgermeister der zur Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft gehörenden Gemeinden, Joachim Iwers und Sabine Mues erschienen. Friedrich Suhr aus Felm fehlte wegen Krankheit.

Trotz aller Feierlichkeit und Ernsthaftigkeit gab es auch etwas zu schmunzeln – in dem statt Predigt vorgetragenen Jahresrückblick gaben Pastor Thomas Heik und die stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Imke Petersen, humorvoll einen Einblick in ihre Kommunikation in der ersten Jahreshälfte. Petersen hatte die Geschicke der Gemeinde während der Zeit geleitet, in der Heik in die Bischofskanzlei nach Schleswig berufen worden war. Sie hatte unter anderem dafür gesorgt, dass der „Betrieb“ auch trotz Erkrankung der vertretenden Pastorin Teelke Wischtukat reibungslos weiter lief. Erfreulicherweise hatte sie zu berichten, dass sich die Jugendarbeit mit der neuen Jugendmitarbeiterin Stefanie Piekielny sehr gut entwickelt habe und die Konfirmationsgottesdienste anders als bei Pastor Heik, aber trotzdem wunderschön und unvergesslich für die Konfirmanden waren. Heik dankte Petersen für die während seiner Abwesenheit geleistete Arbeit, die, so Heik „viel Engagement und Zeit, aber auch Schweiß und die eine oder andere Träne“ gekostet habe.

In der zweiten Jahreshälfte gab es eine Einigung in dem lange Zeit schwelenden „KiTa-Konflikt“, Kirchengemeinde und Kommune einigten sich auf eine gemeinsame Berechnungsgrundlage der Gebühren, die Pfadfinderarbeit unter Pastor Frank Boysen aus Gettorf wurde erfolgreich fortgesetzt und die Kirchengemeinde bekommt mit Daniela Mayer aus Heikendorf eine Vikarin. Im Folgejahr sind neben einem Valentinstagsgottesdienst eine Jugendfahrt nach Taizé und eine Sommerfahrt geplant. Versuchsweise werde der Konfirmandenunterricht auf ein einjähriges Modell umgestellt.

Amtsdirektor Matthias Meins verlieh seiner Freude Ausdruck, dass Pastor Thomas Heik und wieder in „seiner“ Gemeinde wirkt: „Der Jahresrückblick war wieder voller Pep und Freude“, so Meins. Ebenfalls war dem Amtsdirektor nicht entgangen, dass der im Vorjahr nur aus Frauen bestehende Kirchenchor unter der Leitung von Gaby Sallai, der den Gottesdienst musikalisch bereicherte, jetzt durch einen Bass verstärkt wurde. Aber auch einige Worte zur Flüchtlingskrise kamen zur Sprache: „Ich sehe die Flüchtlingsbetreuung als gesamtpolitische Aufgabe und gerade die Kirche leistet hier herausragende Arbeit“, erklärte Meins.

„Der Jahresempfang in der Osdorfer Kirche gehört zu meinen absoluten Lieblingsterminen“, betonte Lindhöfts Bürgermeisterin Sabine Mues in ihrem Grußwort. Sie verdeutlichte, dass uns alle der Gedanke der christlichen Nächstenliebe verbände und die Globalisierung neben weltweitem Handel, Reisemöglichkeiten eben auch Flüchtlingsströme zur Folge hätte. „Wir Christen fragen: Wie kann ich helfen? Andere haben Angst, etwas zu verlieren – „wir“ sollten in der Mehrheit bleiben“, schloss die Bürgermeisterin ihr Grußwort.

Es gab auch einen Abschied: Manfred Ninnemann, der 31 Jahre im Kirchengemeinderat zuletzt als Finanzausschussvorsitzender mitgewirkt hatte, wurde wegen seines Umzugs nach Rendsburg verabschiedet.

Jugendmitarbeiterin Stefanie Piekielny stellte das neueste Projekt vor – den „Eine-Welt-Kiosk“, in dem fair gehandelte Waren verkauft werden. Am 1. Advent gab es hier die von Konfirmanden in Zusammenarbeit mit dem Gettorfer Backhaus selbst gebackenen Brote. Der Erlös in Höhe von 230 Euro gehen an Aktionen der Hilfsorganisation „Brot für die Welt“. Der Kiosk ist mobil und soll von nun ab immer wieder bei besonderen Gottesdiensten eingesetzt werden.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es bei Getränken und Gebäck die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und am Kiosk fanden die Brote sowie viele der fair gehandelten Artikel reißenden Absatz. Wieder war deutlich zu spüren, dass die Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft lebendig ist und auch im kommenden Kirchenjahr viel vorhat.


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