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Eckernförder Zeitung

23. September 2017 | 11:10 Uhr

Abschied : Eine Pastorin mit Löwenherz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Pastorin Teelke Wischtukat kehrt Kirchengemeinde Osdorf den Rücken / Pastor Thomas Heik wieder im Amt

shz.de von
erstellt am 03.Jun.2015 | 06:00 Uhr

Osdorf | „Wo ist die Zeit geblieben?“ – Diese Frage stellte Pastorin Teelke Wischtukat sich und der Gemeinde in ihrem letzten Gottesdienst in der Vater-Unser-Kirche. Neun Monate hatte die 35-Jährige Pastor Thomas Heik in seiner Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft vertreten. Am Sonntag endete ihr Einsatz.

Zwei Konfirmationen mit 25 Konfirmanden, Eheschließung und -jubiläen sowie Trauerfeiern hat sie gestaltet, aber auch Geschichten in der evangelischen Kita Pusteblume vorgelesen und Kindergottesdienste begleitet. „Ach, da war noch so manches...“, sagte Teelke Wischtukat zurückblickend. Ein bisschen traurig sei sie schon, verriet sie. Auch wenn sie vorher wusste, dass die Zeit in Osdorf begrenzt sein würde, sei eine Bindung zur Kirchengemeinde und ihren Mitgliedern entstanden. „Ich freue mich über die Begegnungen, die ich hier hatte, und nehme sehr viel mit aus dieser Zeit“, sagte die Pastorin und widmete ihren letzten „Diensttag“ dem Thema Abschied.

Imke Petersen, die in den neun Monaten Pastor Heik als Vorsitzende des Kirchengemeinderates vertreten hatte, dankte Teelke Wischtukat herzlich für liebevoll gestaltete Taufen, würdevolle Konfirmationen, einfühlsame Trauerreden und vieles mehr. Stefanie Piekielny, Beauftragte für Jugendarbeit, bescheinigte Teelke Wischtukat ein „Löwenherz“, mit dem sie die schwierige Herausforderung der Situation – zwischen Durchreise und Beständigkeit – jederzeit gemeistert habe und bedankte sich für Impulse und Anregungen, eine schöne und spannende Zeit und für viele Gespräche: „Kleine Gespräche zwischen Tür und Angel und große – über Gott und die Welt“. Musikalisch erfüllte Piekielny der Pastorin noch einen Wunsch, spielte und sang „Merci is calling“ gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern.

„Sie passt in die Welt“, diesen Eindruck hatte Bürgermeister Jochen Iwers von der Pastorin, lobte ihre liebe Persönlichkeit und dankte für die „hervorragende Vertretung, die die Gemeinde erleben durfte“. Und auch der Kirchenchor war gekommen und überraschte die gerührte Pastorin mit einem Ständchen.

Wie und wo es für die junge Pastorin beruflich weiter geht, ist noch nicht abschließend geklärt. Ihre Bewerbung für eine Stelle in Kiel werde noch geprüft, berichtete sie. Bis zum 1. Oktober hilft Teelke Wischtukat erstmal in Gettorf aus und hat bereits gestern ihren Dienst in Schinkel, dem 3. Pfarrbezirk der Kirchengemeinde, angetreten.

 

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