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Wetten dass...? : Eine Leiter und zwei Glühbirnen bescheren „eine tolle Erfahrung“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der erste Wettkönig des Jahres 2014 ist der 19-jährige Joshua Schütze aus Felm / Einen Monat nach dem Sieg berichtet er im Dorftreff von dem Erlebnis

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Wetten, dass Felm seit dem 25. Januar bundesweit bekannter ist als vorher? Und Wetten, dass die Einschaltquote der Sendung „Wetten, dass…?“ im Gegensatz zum bundesweit stets rückläufigen Trend am 25. Januar in Felm bei annähernd 100 Prozent lag? Der Grund ist ein einfacher: Der erste Wettkönig des Jahres 2014 ist der 19-jährige Joshua Schütze aus Felm (wir berichteten). Zusammen mit seiner Mutter Ursula kam er zum Felmer Treff im Dörpshus und berichtete über seine Erfahrungen in der Fernsehshow.

Die Idee dazu hatte er, als seine Mutter ihn bat, eine Glühlampe auszuwechseln. Oben auf der Leiter kam ihm die Idee, daraus eine Wette zu machen. Und da er seit 2010 die Sportart Parkour betreibt, bei der es darauf ankommt, möglichst effizient von A nach B zu gelangen und dabei alle im Weg befindlichen Hindernisse kreativ zu überwinden, war die Idee geboren, auf einem Bein drei Leitern hochzuhüpfen und, oben angekommen, Glühbirnen einzudrehen. Nach einigem Training bewarb sich der Schüler des Gymnasiums Altenholz dann mit einem Video beim ZDF. „Nachdem ich die Zusage bekam, habe ich dann noch ganz aktiv und regelmäßig trainiert“, so Joshua. Dann ging es nach Karlsruhe. Dass er vor der eigentlichen Sendung Lampenfieber hatte, gibt der Abiturient zu: „Aber ab dem Punkt, wo man in die Halle kommt, in der 3000 Zuschauer sitzen, ist einem eigentlich alles egal, dann zählt nur noch die Wette“. Und bei der war er so konzentriert, dass er nur aus Erzählungen weiß, dass das Publikum ihn bei der dritten Leiter lautstark angefeuert hat. Insgesamt war es „eine tolle Erfahrung“, sagte Joshua Schütze, der auf Nachfrage nichts Negatives zu berichten wusste. „Wir haben uns alle rundum wohlgefühlt. Auch unter den Kandidaten stimmte alles, es gab keinerlei Konkurrenz. Im Gegenteil: Jeder hat den anderen unterstützt“.

Mit seinem Wettpaten, dem US-Schauspieler Liam Neeson, hatte Joshua vor der Sendung Gelegenheit, sich kurz zu unterhalten. Das Mitmachen hat sich „definitiv gelohnt“, sagte Joshua Schütze auf die Nachfrage von Felmer-Treff-Moderator Hermann-Josef Thoben. Hat er doch schließlich 50 000 Euro gewonnen. Die werden teils in sein Auto gesteckt, teils für eine Amerika-Reise investiert, die nach dem Abitur, das jetzt ansteht, geplant ist. Und seiner Mutter, die durch den Glühlampenwechsel das Ganze quasi ins Rollen gebracht hatte, spendiert er auch eine Reise nach Amerika, wo sie ihn dann besuchen soll. Auch wenn sie, wie sie sagte, „die ganze Sache anfangs gar nicht so ernst genommen habe“. Beruflich hat sich Joshua noch nicht festgelegt. „Entweder will ich in Hamburg Sport studieren oder, wenn sich in Amerika etwas Aussichtsreiches ergeben sollte, bleibe ich vielleicht auch dort“. Er wird sich sicherlich für das Richtige entscheiden. Wetten, dass…?

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