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Nachwuchs-Brandschützer : Eine junge Truppe voller Tatendrang

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Feuerwehr Revensdorf gründet dritte Jugendfeuerwehr im Amtsgebiet

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2015 | 06:19 Uhr

Geschafft – die Gemeinde Revensdorf hat in diesem Monat eine eigene Jugendfeuerwehr (JF) bekommen – die dritte im Amtsbereich Dänischer Wohld. Am Dienstag hatten Jugendwart Markus Gertz und seine Nachwuchskameraden aber noch einen Auftrag zu erfüllen: Sie mussten seinen Sohn Hannes (11) bei der Nachbarjugendfeuerwehr in Gettorf auslösen, in der er seit Beginn des Jahres Mitglied war.

Alle in die Autos und auf geht es nach Gettorf. Markus Gertz hat sich auf diesen besonderen Einsatz mit der Jugendfeuerwehr gefreut. Die Gettorfer Jugendfeuerwehr hat Dienst: Es werden Schläuche schwungvoll ausgerollt und Leinensäcke geworfen. „Diesen Dienst machen wir zusammen – und hinterher gibt Hannes seine Dienstkleidung zurück“, berichtet der Revensdorfer Jugendwart. Im Gemeinschaftsraum der Gettorf wurde gemeinsam gegessen und zum Abschied gab es von den Kameraden ein dreifaches „Gut Wehr“ für Hannes. Dem wurde dann zum Abschied doch noch ein bisschen mulmig. „Hat Spaß gemacht in Gettorf.

Dass er nach nur knapp einem Jahr die Jugendfeuerwehr Gettorf wieder verlässt, liegt daran, dass es in seiner Heimatgemeinde nun eine eigene Jugendfeuerwehr gibt. Der Gründungstag war der 12. September. Die Idee lag allerdings schon länger zurück.

Mit der Mini-Feuerwehr in Haby habe alles angefangen, berichtet Gertz. Die Truppe von sechs- und siebenjährigen Kindern, der das Ehepaar Lutz und Andrea Fiß spielerisch und „mit Hingabe“ Branderziehung beigebracht und die sich 2013 aufgelöst hatte, war zum 100-jährigen Jubiläum der Revensdorfer Wehr im Mai vergangenen Jahres noch einmal aufgetreten. „Seitdem waren mein Sohn Hannes und sein Freund Lasse Feuer und Flamme“, berichtet der Jugendwart. Lasses Vater, Rüdiger „Heini“ Hein und er waren sich einig: „Da müssen wir irgendwas machen“.

Im September stellten sie die Idee der Jugendfeuerwehr ihrem Wehrführer Joachim Niebuhr vor und stießen auf offene Ohren. Dann folgten viele Gespräche mit dem Kreisjugendwart, der Jugendfeuerwehr Gettorf und den Kameraden. „Wir erhielten überall breite Zustimmung“, erinnert der Revensdorfer sich. Als dann auch noch die Gemeindevertretung dem vorgelegten Konzept zustimmte und eine Anschubfinanzierung zusagte, stand der Gründung nichts mehr im Wege. Zu dem rund 6000 Euro, die die Gemeinde finanzierte, kamen noch Spenden und Sponsoren. So gab die Feuerwehrunfallkasse die Helme aus und das Restaurant „Santorini“ spendierte die Arbeitshandschuhe.

130 Kinder aus dem Gemeindegebiet, die im Alter zwischen zehn und 18 Jahren sind, wurden persönlich angeschrieben. Zum Mitmachtag im Mai kamen 50 interessierte Kinder, viele darunter noch sehr jung. „Viele haben versucht mit uns zu verhandeln. Sie seien doch schon fast zehn – haben sie gesagt“, erinnert Gertz sich lachend. Für Nachwuchs dürfte also schon gesorgt sein. Momentan zählt die Wehr 19 Mitglieder, acht davon Mädchen. Am Dienstag füllte Hannah Mende ihren Antrag aus. „Mein Vater ist in der Feuerwehr Neuwittenbek“, berichtet die 13-Jährige. Ihre Mutter, Jessica Kaliebe-Mende, findet es gut: „Ich freue mich, dass sie in die Fußstapfen ihres Vaters tritt. Sie ist wirklich sehr daran interessiert“.

Als Betreuer für die Revensdorfer JF haben sich neben Markus Gertz noch seine Frau Angelique Gertz, Andrea Brüggmann, Rüdiger Hein, Sven Wichmann und Benjamin Hussong gefunden. Während die JF Gettorf mit rund 30 Kindern ausgebucht ist und eine Warteliste vorhält, haben die Revensdorfer noch Kapazietäten. Dienst ist 14-tägig am Dienstag, der nächste ist am 6. Oktober. Wer Interesse hat, meldet sich beim Jugendwart unter Tel. 04346/36  91  44.

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