kommentar : Eine gute Wahl

Kinostandort Skaterpark Schulweg

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23. Mai 2015, 06:32 Uhr

Keine lange Debatte mehr, jetzt müssen Entscheidungen getroffen werden. Das Kino muss kommen, so schnell wie möglich. Und der Wirtschaftskreis Eckernförde hat genau den Standort ins Auge gefasst, der nicht nur schnell machbar ist, sondern auch mit Abstand die meisten Vorzüge aller genannten Alternativstandorte vereint – den Skaterpark im Schulweg: groß genug, zentral gelegen, unkompliziert umzusetzen und verkehrstechnisch ideal. Eigentlich ein Selbstgänger ohne gleichwertige Alternative auf dem Sky-Parkplatz oder am heutigen ZOB, die weitaus komplizierter, langwieriger und nur mit städtebaulichen Kollateralschäden zu haben wären.

Die Rails, Minipipes und Rampen für die Skater müssen zwar abgebaut oder zertrümmert werden, können aber an anderer, ebenso geeigneter Stelle an der Noorstraße im Bereich des heutigen Parkdecks neu aufgebaut werden. Vielleicht in Anbindung an eine Indoorhalle, die wegen der häufigen Schlechtwettertage förmlich nach einer Umsetzung schreit. Für die allerdings muss sich zunächst noch ein Investor erwärmen. Egal: Der neue Skaterpark an der Noorstraße im Bereich der neuen Noor-Öffnung wäre auch unabhängig davon machbar und müsste unter Einbeziehung der Fachkompetenz der Skater so konzipiert werden, dass es keinen Stress mit den anderen Nutzern der Nooröffnung gibt.

Der Skaterpark im Schulweg ist in Wirklichkeit nur eine Skaterecke auf einer großzügig dimensionierten Multifunktionsfläche mit Rolllaufbahn und Flutlichtanlage, die nicht genutzt wird und brachliegt. Keine Rollschnellläufer, kein Sonstwas. Nur im Winter – wenn es denn mal friert –, kann man dort Eislaufen und Eishockey spielen. Schön, aber kein wirkliches Argument für den Erhalt, weil sich jetzt eine für Eckernförde wesentlich interessantere Möglichkeit eröffnet. Die Fläche im Schulweg ist groß genug für ein Kino- und Einkaufscenter, und hat sogar noch mehr Potenzial, wenn man den einen oder anderen benachbarten Kleingärtner bittet, seinen Platz zu räumen und sich an einem anderen schönen Platz niederzulassen.

Am Schulweg wäre es außerdem möglich, Aldi als Nahversorger in der Innenstadt zu halten. Was vor allem nach dem Abgang von Markant die vielen älteren Bewohner freuen würde, die nicht mehr so mobil sind.

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