Eine Glasperle für jeden Ton

Auf dem Schoß seiner Mutter Silja Körner nahm Bjarne an dem Hörtest teil.
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Auf dem Schoß seiner Mutter Silja Körner nahm Bjarne an dem Hörtest teil.

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16. September 2013, 06:33 Uhr

Piep – und wieder steckt Bjarne Körner eine Glasperle in die Dose. Der Vierjährige nimmt am Hörtest vom Landesförderzentrum Hören im Holtseer Kindergarten teil. Große Kopfhörer hat er auf den Ohren und sobald er einen Ton hört, steckt er eine Glasperle in eine Dose – das Zeichen dafür, dass er etwas gehört hat.

Bjarne war eines von zehn Kindern, die an dem kostenlosen Hörtest des Landesförderzentrums teilnahmen. Hildegard Voshaar, Kai Krüger und Johann Bürgstein vom Landesförderzentrum Hören in Schleswig beobachteten jedes Kind ganz genau.

Die Idee zu dem Hörtest im Kindergarten hatte die Holtseerin Hildegard Voshaar. Dass hörgeschädigte Kinder frühzeitig behandelt werden, liege ihr am Herzen. „Wenn Kinder sprachauffällig sind, kann das am Hören liegen.“ Es sei wichtig, dass Kinder sich an ein Hörgerät in bekannter Umgebung gewöhnen und dieses nicht erst mit der Einschulung bekommen.

In Neumünster gibt es bereits einen Kooperationskindergarten, in dem es spezielle Angebote für Kinder mit Hörschädigung, wie zum Beispiel einen Gebärdenkurs gibt. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde gebe es solche Angebote noch nicht. „Warum nicht im eigenen Dorf anfangen?“

„Das ist eine tolle Sache“, sagte Kindergartenleiter Marco Lemke. Er und seine Kollegen hätten Eltern angesprochen, bei deren Kindern sie im Alltag Auffälligkeiten beobachteten. Aber auch andere Eltern hatten ihre Kinder zu dem Hörtest angemeldet. So wie Bjarnes Mutter Silja Körner. Ihr gefalle, dass der Aufwand geringer sei, als wenn sie mit ihrem Kind zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen müsste, und die Umgebung für das Kind gewohnt sei.

Wenn andere Kindergärten Bedarf nach einem Hörtest haben, können sie sich bei Hildegard Voshaar, Tel. 04357/99 67 32, melden.

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