Eine Gedenkstätte für Seebestattungen

Dr. Holger Klink (mla)
Dr. Holger Klink (mla)

Gemeindevertreter verweisen Thema zur Beratung an Fachausschüsse

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30. Juni 2011, 07:24 Uhr

Strande | Eigentlich hätte Holger Klink (CDU) das Thema "Errichtung einer Gedenkstätte für Seebestattungen" gern noch schnell auf die Tagesordnung gesetzt. Aber die dafür in der Gemeindeordnung vorausgesetzte Eilbedürftigkeit sei nicht festzustellen, meinte Claudia Sieg (SPD). Also beschränkte sich Holger Klink, Mitglied im Bauausschuss und des sich auch mit diesem Thema beschäftigende Arbeitskreises "Bülker Huk", darauf, von den Ergebnissen der dort geführten Diskussionen zu berichten.

In der mit Vertretern aller Fraktionen besetzten Arbeitsgruppe begrüße man das Angebot der Deutschen See-Bestattungs-Genossenschaft (DSBG), in Strande eine Gedenkstätte für Seebestattungen einzurichten, so Holger Klink. "Seebestattungen stellen einen großen Wirtschaftsfaktor für Strande dar", erklärte er. Bei 500 bis 700 Seebestattungen im Jahr vor Strande bleiben die Trauergesellschaften oft vor Ort. Bisher gebe es jedoch keinen Ort zum Innehalten. Dieser könne nun durch mit Bronzetafeln versehenen Stehlen aus hochwertigem Granit an der Ecke unterm Leuchtturm "Bülker Huk" geschaffen werden. Die Genossenschaft habe vorgeschlagen, 60 000 Euro zu investieren. Der Gemeinde entstünden keine Kosten. Ein Schriftzug würde um die 200 Euro kosten. Der Bitte um Zustimmung zu diesem Vorhaben, um in die Detailplanung einzusteigen, wurde Holger Klink jedoch verweigert. "Ich schätze die Arbeit des Arbeitskreises", erklärte Claudia Sieg. "Aber das müssen wir noch mal diskutieren." Es sei auch Kritik im Arbeitskreis geäußert worden, merkte sie an. Am geplanten Standort an der Ecke unterm Leuchtturm "Bülker Huk" kämen viele Spaziergänger vorbei und Kinder lärmten. "Ich glaube nicht, dass das der richtige Platz zum Innehalten ist." Zu viele Bronzetafeln würden auch dem Image der Ecke nicht gut tun. Verwelkte Blumen und Kränze wegzuräumen ginge auch mit Kosten für die Gemeinde einher. Sieg schlug alternativ den Platz am alten Auslauf gegenüber vom Klärwerk vor.

"Das ist ein wichtiges und sensibles Thema", merkte daraufhin Rudolf Förster (CDU) an. "Das Thema gehört in die Ausschüsse." Es könne nicht nur in einer Arbeitsgruppe besprochen werden. Der Vorschlag von Bürgermeister Udo Lüsebrink (CDU), das Thema im September auf die Tagesordnungen der jeweiligen Fachausschüsse zu setzen, fand Zustimmung.

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