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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 13:45 Uhr

Solidarität : Eine Familie bekämpft den Krebs

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der 20-jährige Armenier Seryozha Petrosyan ist an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Zwar legen alle Verwandten für die teure Behandlung zusammen, dennoch brauchen sie noch Unterstützung.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Arsenin Markosyan, ein in Kappeln lebender Armenier, bittet um Hilfe. Sein 20-jähriger Neffe, Seryozha Petrosyan, hat Lymphdrüsenkrebs und ist nun zur Behandlung in der Uniklinik Kiel. „Seryozha geht es im Augenblick gut, aber er ist weiter in Behandlung und bekommt diese Woche noch Bestrahlung“, sagt sein Onkel. Die Krankheit seines Neffen betrifft die ganze Familie. „Die Diagnose hat unser Leben sehr verändert, aber es gibt einen großen Zusammenhalt in unserer Familie“, sagt Arsenin Markosyan.

Aufgetreten ist die Krankheit vor einem Jahr, als Seryozha Militärdienst in seiner Heimat leistete. „Da fühlte er Schmerzen an der Schulter und unter dem Arm“, sagt Markosyan. Sein Neffe bekam daraufhin drei bis vier Monate Schmerzmittel. Die Beschwerden blieben, seine Eltern nahmen sich Urlaub, und im Krankenhaus seiner Heimatstadt Jerewan wurde eine Computertomographie gemacht. Dort waren Metastasen in der Lunge zu sehen. Gewebe wurde entnommen. Dann kam die Diagnose: Lymphdrüsenkrebs. Seryozha erhielt sofort Chemotherapie.

Doch schon bald ging es ihm wieder schlechter. Als der 20-Jährige dann zur Kontrolle in die Uniklinik nach Kiel kam, erhielt er zunächst die gleiche Therapie, ohne dass eine Besserung eintrat. Erst eine neue Therapieform brachte Besserung. Arsenin Markosyan erkundigte sich daraufhin, ob auch eine Therapie in Kiel möglich wäre. Er erhielt eine positive Antwort. „Und der finanzielle Unterschied war auch nicht so groß“, so Arsenin Markosyan. Als Seryozha wieder nach Hause kam und er dort erneut Schmerzen hatte, stand für die Familie fest, dass er nach Kiel kommt, zumal es die neue Chemotherapie in Armenien nicht gab. So ist der junge Armenier nun seit Februar in der Kieler Uniklinik bei Professor Dr. Michael Kneba in Behandlung.

Weil der Tumor des Lymphgewebes aber so aggressiv ist, konnte dem Informatikstudenten letztlich nur eine Stammzellentherapie helfen. Dabei wurden ihm zuvor gesunde eigene Stammzellen entnommen und dann zurückgegeben. „Vielleicht brauchen wir keine Knochenmarktransplantation mit einem fremden Spender“, hofft der Onkel. Arsenin Markosyan wie auch die übrigen Verwandten haben zusammen gelegt, um Seryozha die Stammzellentherapie zu ermöglichen.

Doch die Kosten für Stammzellentransplantation, Chemotherapie und weitere medizinische Behandlungen übersteigen den finanziellen Rahmen der Familie. Das International Departement, eine Organisation für ausländische Patienten an der Uniklinik Kiel, hat zunächst die Rechnung beglichen. Doch muss die Familie dieses Geld später zurückzahlen. Daher bittet die Familie nun um Unterstützung. Das Kieler Universitätsklinikum hat für Seryozha ein Konto eingerichtet. Noch wenige Wochen zuvor, als Seryozha noch keine Stammzellentherapie erhalten hatte, sah es für den 20-Jährigen kritisch aus. Jetzt hofft Arsenin Markosyan, dass die gute Entwicklung seines Neffen anhält. „Wenn es so weiter geht wie im Augenblick, dann wird er keine fremde Knochenmarkspende brauchen. Doch für uns ist es wichtig, dass wir die Klinik-Rechnungen nach wie vor bezahlen können, damit die Behandlung bei meinem Neffen weitergehen kann und er wieder gesund wird.“

> Wer die Familie unterstützen möchte, kann Geld auf das Konto des UKSH für Spenden überweisen.

Die Kieler Uniklinik hat für Seryozha ein Spendenkonto eingerichtet. Die Kontonummer lautet: 8 72 08 15 bei der Deutschen Bank Lübeck (BLZ: 230 707 10), IBAN: DE 30 2307 0710 0872 0815 00, Swift Code: DEUT DE HH 222; Finanzierungsschlüssel: F 390 139 (bitte unbedingt angeben), Patient Seryozha Petrosyan, Fallnummer # 4298.

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